Winterschlaf für den Strandkorb – so bereiten Sie ihn darauf vor

Der Strandkorb muss auf den Winter vorbereitet werden. Er hat sein Aussehen seit über 100 Jahren nicht verändert und konnte sogar sein Gewicht halten: Das Standard-Zweisitzermodell eines Strandkorbes ist 70 bis 80 Kilo schwer, etwa 160 Zentimeter hoch und 120 Zentimeter breit. Wer genau ihn erfand, ist nicht ganz klar. Sicher ist jedoch, dass die rheumakranke Elfriede von Maltzahn im Jahre 1882 sich eine Sitzgelegenheit für den Strand wünschte, welche sie vor Wind sowie vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen sollte. Der Rostocker „Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann“ fertigte ihr einen Strandstuhl aus Korb an. Und schon wollte jeder einen haben. Bereits ein Jahr später florierte seine Strandkorbvermietung in Warnemünde. Etwa zur gleichen Zeit wurden auch an den anderen Seebädern der Nord- und Ostsee Strandkörbe gesichtet. Der Strandkorb im Erfolgstaumel!

Unterschieden wird bei Strandkörben grundsätzlich zwischen einer Ostseeform mit abgerundeten, geschwungenen Seitenteilen und einer gebogenen Haube und einer Nordseeform mit geraden Seiten und kantig wirkendem Oberteil. In der Regel handelt es sich bei beiden Bauweisen um Halblieger, die bis zu einem Winkel von 55 Grad nach hinten verstellt werden können.

Aufbocken und imprägnieren

Ein Strandkorb muss zum Überwintern nicht unbedingt ins Haus geholt werden. Wer aber die Möglichkeit hat, seinen Strandkorb in einem frostfreien und trockenen Raum überwintern zu lassen, sollte dies auch tun. Der Vorteil ist natürlich, dass die Reinigungsarbeiten zu Beginn der neuen Gartensaison deutlich weniger aufwendig ausfallen.

Die Holzteile am Strandkorb müssen impräniert werden.Wenn Sie ihn aber draußen lassen, müssen Vorbereitungen getroffen werden. Am besten bocken Sie ihn auf: Stellen Sie den Strandkorb auf vier Ziegelsteine oder Holzblöcke. Das sorgt für Unterlüftung und hilft, Stockflecken zu vermeiden. Eine Schutzhülle hält ihn außerdem trocken bei Regen und Schnee. Jeder Strandkorb – unabhängig davon, aus welchem Material das Geflecht besteht – hat mehrere Holzteile. Die sind entweder druckimprägniert und gut geschützt oder aber aus geöltem Teakholz. Und dieses kann durch die Witterung schnell seine Farbe verändern. Um die unbeliebte graue Patina zu verhindern, sollte das Holz nach jedem Winter neu mit Teaköl eingestrichen werden.

Besteht der Innenraum eines Strandkorbes aus Markisenstoff, können Verschmutzungen mit einer milden Seifenlauge entfernt oder einfach ausgebürstet werden. Die Verwendung eines Imprägniersprays empfiehlt sich, so kann auch die Witterung dem Stoff nichts antun. Sind die Polster des Korbes herausnehmbar, überwintern sie am besten in einem frostfreien Zimmer.

Eine Frage des Geflechts: Naturweide oder Polyrattan?

Möbel und Strandkörbe aus Polyrattan setzten sich immer mehr durch – kein Wunder, das Material ist besonders pflegeleicht und witterungsfest, also absolut Outdoor-geeignet. Ein feuchtes Tuch und bei Bedarf ein Allzweckreiniger: Mehr ist nicht notwendig, um Verunreinigungen und Flecken auf diesem robusten Material zu entfernen. Strandkörbe aus Naturweide sind hingegen sensibler. Sie sollten nur mit Wasser und Bürste gereinigt werden, spezielle Pflegemittel für Naturweide wirken schmutzabweisend und schützen vor Feuchtigkeit.

Tipp: Schauen Sie doch mal in unsere Rubrik Strandkörbe; dort finden Sie auch nützliches Zubehör – wie zum Beispiel spezielle Schutzhüllen für die Körbe. Weitere Möbel und Accessoires für die nächste Gartensaison finden Sie hier.

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