Welchen Rasendünger benötige ich für meinen Garten?

Rasendünger ist nicht gleich Rasendünger. Je nach Jahreszeit, Boden und gewünschter Wirkung empfehlen sich unterschiedliche Sorten. Alles Wissenswerte über die verschiedenen Arten von Rasendünger und die verwendeten Wirkstoffe lesen Sie hier.

RasenduengerDen richtigen Rasendünger durch eine Bodenanalyse ermitteln

Einem dichten und grünen Rasen mangelt es nicht an Nährstoffen, zusätzliches Düngen ist nicht erforderlich. Leider sieht der eigene Rasen oft nicht so tadellos aus, und Düngen kann zudem eine vorsorgende Wirkung haben – etwa vor Eintritt des Winters.

Um genau zu ermitteln, welche Düngestoffe der Rasen benötigt, kann man eine Bodenprobe analysieren lassen. Dafür kaufen Sie am besten ein Bodenanalyse-Set inklusive Labortest im Fachhandel. Gemäß der Anleitung werden die Proben an verschiedenen Punkten entnommen, in die im Set enthaltenen Tüten gefüllt und dann per Post an das angegebene Labor gesandt. Die Analyse ist im Kaufpreis enthalten (zwischen 30 und 50 Euro), und nach rund zwei Wochen erhalten Sie das detaillierte Ergebnis.

Danach kann man gezielt den Dünger auswählen, der die passende Zusammensetzung hat. Die wichtigsten Nährstoffe für den Rasen sind neben Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid insbesondere Mineralien wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium. In kleineren Mengen sind Calcium, Kupfer, Schwefel, Zink und Eisen für das Pflanzenwachstum wichtig. Da die Düngersorten üblicherweise nicht alle Komponenten enthalten, geben die Informationen der Bodenanalyse wichtige Anhaltspunkte, worauf man bei der Wahl des Düngers achten sollte.

Wem die Bodenanalyse zu aufwendig ist, kann sich nach allgemeinen Erfahrungswerten richten. So fördert Stickstoff das Wachstum und stärkt die Regenerationsfähigkeit des Rasens. Phosphor unterstützt den Stoffwechsel und das Wurzelwachstum. Kalium macht den Rasen widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse wie Hitze und Kälte. Magnesium sorgt für kräftige grüne Farbe der Blätter. Eisen stärkt die Rasenpflanzen und verringert die Moosbildung.

Welche Düngerart zu welcher Jahreszeit?

Rasendünger wird nach der Zusammensetzung und dem Wirkungsgrad unterschieden.

  • Organischer Dünger besteht aus natürlichen Stoffen wie Hornspäne, Treber, Guano und ähnlichem. Diese Stoffe müssen von Mikroorganismen in Nährstoffe umgewandelt werden. Deshalb ist eine Wirkung erst nach Tagen oder Wochen zu sehen.
  • Mineralischer Dünger oder Kunstdünger wirkt rasch, meistens innerhalb weniger Tage. Die Wirkung lässt aber auch schnell wieder nach.
  • Organisch-mineralischer Mischdünger vereint die Eigenschaften der beiden obigen Sorten und ist daher für viele Gartenfreunde die ideale Lösung.

Viele Hersteller unterscheiden ihre Produkte auch in diese Kategorien:

  • Starterdünger für die Anpflanzphase des Rasens. In der Regel organische Nährstoffe, die schnell und nur für eine kurze Zeit wirken.
  • Standarddünger für Langzeitwirkung in Frühjahr und Sommer.
  • Herbstdünger mit besonders viel Kalium, das die Rasenpflanzen vor den kalten Temperaturen im Winter schützen soll.
  • Flüssigdünger ist besonders einfach auf der Rasenfläche zu verteilen, aber deutlich teurer als Granulatdünger.
  • Eine spezielle Variante stellen Mischungen aus Grassamen und Dünger dar, die vor allem zur Rasenerneuerung eingesetzt werden.

Passend aus unserem Sortiment

In den Produktbeschreibungen der Rasendüngersorten, die im Jawoll-Online-Shop erhältlich sind, stehen umfangreiche Informationen zu den Wirkstoffen und den Einsatzbereichen.
 

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