Schädlingsbekämpfung II: So geben Sie Läusen und Milben Saures

Schädlingsbekämpfung II: So geben Sie Läusen und Milben Saures

Die Blumen blühen üppig, der grüne Rasen präsentiert sich geradezu Wimbledon-reif, Obst und Gemüse sprießen kräftig – so wünscht es sich jeder Gärtner. Wenn da nur nicht immer diese Schädlinge wären! Viele Gartenfreunde führen einen nie endenden Kampf gegen die Plagegeister und greifen schließlich entnervt zur Chemiekeule. Aber Pflanzenschutzmittel sind letztlich Gifte, die in der Nahrung beziehungsweise im Grundwasser landen und der Umwelt schaden. Wie Sie den Einsatz von chemischen Präparaten vermeiden, verrät dieser mehrteilige Ratgeber. Im zweiten Teil: alles über Blattläuse und Spinnmilben.

schaedlinge-blattlaeuseBlattläuse: Wasser marsch!

Blattläuse sind ein Ärgernis für alle Pflanzenliebhaber – ob im Garten oder bei Zimmerpflanzen. Gerade ein massenhafter Befall kann den Pflanzen ernsthaft schaden: Die Läuse stechen die Leitungsbahnen an und saugen den nährstoffreichen Pflanzensaft aus. Die Pflanze wird geschwächt, ist anfälliger für Krankheiten. Außerdem können Blattläuse mit ihrem Speichel Viruserkrankungen auf die Pflanzen übertragen. Hier die besten Tipps gegen Blattläuse:

Zunächst ist wichtig, dass im Garten genügend Nützlinge angesiedelt sind, welche die Blattlausbeseitigung übernehmen: Marienkäfer und Ohrwürmer beispielsweise sind dienstbare Helfer im Kampf gegen Blattläuse.

Wer selbst Hand anlegen will (oder muss), kann es erst einmal mit einem kräftigen Wasserstrahl probieren. Das spült bereits eine Vielzahl der Schädlinge weg. Dann können befallene Triebe abgeschnitten und entsorgt werden. Eher für Hartgesottene geeignet: Handschuhe anziehen und die Läuse zerquetschen. Sehr effektiv, aber auch aufwendig.

Einige selbst angemischte und auf die Pflanzen gesprühte Lösungen bringen ebenfalls Besserung: Brennnesselsud, eine Wasser-Spülmittel-Lösung (die aber nicht in den Boden eindringen darf!) oder ein Tabaksud (nicht bei Obst und Gemüse verwenden!) machen Läusen den Garaus.

schaedlinge-spinnmilbenSpinnmilben: Feuchtigkeit ist ihre Achillesferse

Spinnmilben befallen besonders bei trocken-warmen Bedingungen massenhaft die unterschiedlichsten Zier-, Obst- und Gemüsekulturen im Freiland, Gewächshaus oder in Innenräumen. Die Spinnmilben rammen ihre Stechborsten in die Blattzellen und saugen den Pflanzensaft heraus. Die Blätter verändern zunächst ihre Farbe ins Gelbliche, später verfärben sie sich graubraun und rollen sich ein – spätestens dann sind die Pflanzen kaum noch zu retten. Manche Arten, wie z. B. die gemeine Spinnmilbe, überziehen Blätter und Triebe mit feinen Gespinsten.

Feuchtigkeit mögen Spinnmilben überhaut nicht. Brausen Sie daher befallene Pflanzen vorsichtig ab – besonders die Blattunterseiten, dort sitzen die Schädlinge besonders gern. Zimmerpflanzen können nach dem Absprühen in einen durchsichtigen Plastikbeutel gestellt werden. Innerhalb der Tüte entsteht so ein feucht-warmes Klima, das die Milben tötet. Die Pflanze sollte aber bei dieser Behandlung atmen können, lassen Sie daher die Öffnung der Tüte einen Spalt weit auf. Auch der bei der Läusebekämpfung erwähnte Brennnesselsud hilft gegen Spinnmilben. Natürliche Feinde sind übrigens Raubmilben – die fressen bevorzugt Spinnmilben und richten keinen weiteren Schaden bei Pflanzen an.

Passend aus unserem Sortiment

Im dritten und letzten Teil dieses Ratgebers zeigt Jawoll Ihnen im nächsten Monat, wie Sie sich größeren Plagegeistern wie Wühlmäusen und Maulwürfen erwehren. Nicht bis zum nächsten Monat warten müssen Sie, um sich bei Jawoll mit allerlei nützlichen und schönen Dingen für den Garten einzudecken. Schauen Sie doch mal rein – in eine unserer über 50 Filialen oder in unseren Online-Shop!
 

Fotos:
Thinkstockphotos, iStock, Jelena83
Thinkstockphotos, iStock, lnzyx
chuc.de – Fotolia.com