Rutschpartien vermeiden – Das müssen Sie über Räum- und Streupflicht wissen!

Der Winter ist da, das kann glatt werden. Schneefall, Eisregen, Glätte: Sobald Väterchen Frost Einzug hält, verwandeln sich auch die Gehwege in gefährliche Rutschbahnen. Jawoll erklärt, welche Pflichten Hausbesitzer und Mieter haben, wenn‘s draußen spiegelglatt ist.
 
 
 
 

Meist ist der Vermieter oder Besitzer verantwortlich

Grundstückseigentümer und Vermieter sind grundsätzlich verantwortlich für die Beseitigung von Schnee und Eis. Eigentlich müssen Städte und Gemeinden per Versicherungspflicht die öffentlichen Bürgersteige eisfrei halten. Doch fast alle Kommunen geben diese Pflicht an die Haus- und Grundstückeigentümer weiter. Die wiederum können ihre Verkehrssicherungspflicht auch auf Dritte übertragen. In Mehrparteienhäusern übernimmt die Schneeräumung meist der Hausmeister. Aber auch Mieter können dafür eingespannt werden, dies muss aber im Mietvertrag so vereinbart sein. Sofern die allgemeine Hausordnung ausdrücklich Bestandteil des Mietvertrags ist, kann die Räumung auch per Hausordnung auf die Mieter übertragen werden.

Detaillierte Vorgaben über das Wann und Wo der Räumung stehen in den Ortssatzungen der Städte und Gemeinden. Sie unterscheiden sich teilweise. Die meisten Kommunen begrenzen die Streupflicht von morgens um sieben Uhr bis abends um 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen beginnt sie ein bis zwei Stunden später. Die ans Grundstück angrenzenden Gehwege und der Hauszugang müssen in diesem Zeitraum geräumt sein – und zwar in einer Breite von 1,20 bis 1,50 Metern. Die Wege zu Mülltonnen oder Parkplätzen benötigen einen schmalen, eisfreien Pfad von etwa einem halben Meter Breite. Das bedeutet auch, dass bei anhaltendem Schneefall im Laufe des Tages mehrfach geräumt werden muss.

Streusalz in vielen Gemeinden verboten

Streugut ist meist Sand oder Split.Für den Privatgebrauch ist es meist völlig ausreichend, Gehwege mit Besen oder Schippe zu räumen. Wer doch wegen erhöhter Glättegefahr Streugut benötigt, nutzt am besten abstumpfende und umweltbewusste Streumittel. Das können Sand, Split, Granulat oder Sägespäne sein. Sand und Split können nach Winterende problemlos wieder weggefegt werden. Sägespäne verrotten nach wenigen Wochen von selbst. Aber auch Ofenasche, Sand aus der Sandkiste oder Katzenstreu sind probate Streu-Alternativen. Salz als Streumittel ist in vielen Gemeinden verboten, da es schädlich für Autos, Umwelt und Infrastruktur ist. Einige Ausnahmen – etwa bei Eisregen und starken Gefällen – gibt es allerdings auch hier. Informieren Sie sich am besten über Regelungen und Ausnahmen in Ihrer Gemeinde.

In schnee- und eisreichen Wintern können Streumittel schnell vergriffen sein. Sorgen Sie deshalb rechtzeitig vor! Bei Jawoll finden Sie online oder in unseren Filiale Mittel und Geräte zur Beseitigung von Eis und Schnee. Schauen Sie doch einmal vorbei!

Passend aus unserem Sortiment

 

Fotos:
Thinkstock, iStock, Astrid Gast
Thinkstock, iStock, Christina Hanck