Nicht nur für den Rosenkavalier – So legen Sie einen Rosengarten an

Jawoll erklärt Ihnen, wie Sie einen Rosengarten anlegen. Schon seit der Antike steht die Rose für Lebensfreude, Luxus und Verschwendung, für die körperliche Liebe und die Fruchtbarkeit. Sie war die Blume der Liebesgöttinnen Aphrodite und Venus. Kein Wunder, dass die Kirche sich lange Zeit mit der Rose schwertat. Heute gilt die Rose als „Königin der Blumen“, die mit lieblicher Erscheinung und betörendem Duft jeden Garten aufwertet. Jeden Garten? Ja, denn entgegen der immer noch weitverbreiteten Meinung, dass Rosen einer intensiven Pflege bedürfen, sind sie recht anspruchslos – besonders die winterharten Sorten. Jawoll gibt Tipps für den eigenen Rosengarten.

Boden und Licht

Je nach Definition stehen dem Blumenfreund bis zu 30.000 Rosensorten für seinen Garten zur Auswahl. Allen Sorten gemein ist die Vorliebe für lockere, frische bis feuchte Böden, die ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind. Rosen treiben metertiefe Wurzeln, über die sie sich gut mit Wasser und Nährstoffen versorgen können – wenn der Boden wie oben beschrieben tiefgründig und nicht verdichtet ist. Die beste Zeit zum Pflanzen ist der Herbst, gedüngt wird allerdings erst im Frühjahr. Um winterharte Rosensorten vor Frost zu schützen reicht es, die Erde rund um den Stamm mit Rindenmulch oder Tannenzweigen abzudecken – etwa 10 cm hoch. Im Frühjahr wird nicht nur gedüngt, sondern es werden auch alle vertrockneten und hölzernen Triebe entfernt.

Was die Sonneneinstrahlung betrifft: Schon an leicht schattigen Standorten bringen Rosen nicht mehr so viele Blüten hervor wie in voller Sonne. Im Vollschatten unter Bäumen sind Rosen daher schlecht aufgehoben. Nicht geeignet sind auch Ecken, in denen sich Hitze staut – beispielsweise direkt an einer Südmauer. Die trockene Luft macht die Rosenblätter anfällig für Mehltaupilze und Spinnmilben.

Ob Beet-, Strauch-, Kletter- oder Wildrosen – sie alle haben ihren eigenen Charme und ihren eigenen Duft.

Beetrosen: Kompakter, üppiger Wuchs sorgt für ein Blütenmeer im Garten

Beetrosen wachsen zu einem Blumenmeer heran.Beetrosen bilden dank ihrer reichen Verzweigungen ein sehr schönes Blütenmeer, sie tragen am Ende – anders als Edelrosen – mehr als nur eine Blüte. Die meisten Sorten erreichen eine Wuchshöhe von 50 bis 80 cm. Sie lassen sich sehr gut als Gruppe pflanzen (30 bis 40 cm Pflanzabstand einhalten) und mit Stauden kombinieren.

Strauchrosen: Diese Multitalente beweisen Größe

Strauchrosen gelten als wahre Multitalente. Zu ihnen gehören Sorten mit Wuchshöhen zwischen 120 und 200 cm, manche Sorten erreichen sogar eine Höhe von 300 cm. Die Auswahl an unterschiedlichen Wuchstypen, Blütenfarben und -formen ist enorm. Dank ihrer Größe und den malerisch überhängenden Zweigen und Blüten machen sich Strauchrosen gut als Solitär. Ihr Standort sollte möglichst luftig und sonnig sein, dadurch wird das Risiko von Pilzerkrankungen minimiert sowie die Blütenbildung angeregt. Möchten Sie mehrere Strauchrosen in Gruppen pflanzen, bitte einen Pflanzabstand von 70 cm einkalkulieren. Bei guter Pflege werden Strauchrosen bis zu zehn Jahre alt.

Kletterrosen: Idealer Begrüner kahler Häuserwände

Kletterrosen sind ein toller Blickfang an Pergolen, Spalieren und Gartenlauben. Mit Zweigen und Stacheln finden Sie an künstlichen Gerüsten Halt und klettern in die Höhe. Manche Sorten erreichen die stattliche Höhe von 500 cm – so lassen sich auch kahle Häuserwände dank Kletterrosen hervorragend begrünen. Um ihre majestätische Größe auch zu erreichen, benötigen sie einen möglichst sonnigen Standort in windgeschützter Lage.

Bei der Pflanzung sollte der Boden bis zu einer Tiefe von fünfzig Zentimeter gut aufgelockert werden. Wichtig ist es, dass keine Staunässe auftritt oder der Boden zu tonhaltig ist. Die Rose so einpflanzen, dass die Veredlungsstelle etwas oberhalb des Bodens sichtbar ist. Für ihr prächtiges Gedeihen ist vor allem Kalk wichtig. Er muss mittels Mineraldünger regelmäßig eingearbeitet werden. Verblühte Blüten bitte abschneiden – das fördert die Zweitblüte.

Wildrosen: Robust und witterungsresistent

Wildrosen  sind die Urform einer jeden Rose. Weltweit gibt es circa 300 verschiedene Arten. Die Ur-Rose ist an ihrer typischen, fünfblättrigen Blütenform zu erkennen. Sie blühen in der Regel einmal im Jahr und tragen im Herbst Hagebutten. Der typische Rosenduft ist bei den Wildrosen besonders stark. Wind und Wetter können der robusten Wildrose so schnell nicht zusetzten, sie zeichnet sich durch eine besondere Witterungsresistenz aus und bedarf nur wenig Pflege. Im Frühjahr muss nur abgestorbenes und krankes Holz entfernt werden. Wenn sich die Wildrosen im Garten zu sehr ausbreiten, kann nach einigen Jahren ein kräftiger Verjüngungsschnitt erfolgen.

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