Radikalkur – Diese Vorschriften müssen Sie beim Baumfällen beachten

Baumfällen im eigenen Garten. Jawoll erklärt, was Sie wissen sollten.  Eigentlich sind Bäume im Garten ja eine feine Sache: Sie verleihen dem Garten Struktur, sehen prächtig aus, liefern Sauerstoff und spenden Schatten im Sommer. Obstbäume liefern sogar noch frische Früchte. Aber manchmal werden sie zu groß oder krank oder stehen einfach nur im Weg. Also: Weg damit! Aber so einfach ist es meistens nicht, selbst wenn der Baum im eigenen Garten steht. Welche Vorschriften Sie beim Fällen eines Baums beachten müssen, verrät dieser Ratgeber von Jawoll! Und: In der nächsten Ausgabe des Jawoll-Magazins erfahren Sie, wie Sie einen Baum fachgerecht selbst fällen.
 
 
 

Winter ist die beste Zeit zum Bäume fällen

Baum faellen2_resizedBundesweit dürfen Bäume nur vom 1. Oktober bis Ende Februar gefällt werden: Für heimische Vögel und Fledermäuse sind Bäume der ideale Nistplatz, und am 1. März beginnt die Brutzeit. Danach ist Schluss mit dem Kahlschlag. Aber das Fällen im Winter bietet von Natur aus Vorteile: Zwischen November und Februar tragen Laubbäume keine Blätter, was den Zugang erleichtert. Oft ist auch der Bewuchs um die Bäume herum zurückgeschnitten, was ebenfalls zu einer besseren Erreichbarkeit beiträgt. Und letztlich fließt in den Adern der Bäume weniger Wasser als während der Wachstumsperiode. Das Holz ist trockener und kann gegebenenfalls auch schneller als Brennholz genutzt werden.
 
 

Baumschutzverordnung ist ausschlaggebend

Für manche Bäume ist eine Fällgenehmigung vonnöten. Welche dies genau sind, unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde  unterschiedlich. Und auch bis zu welcher Höhe und welchem Alter ein Baum gefällt werden darf, legen die Gemeinden in der sogenannten Baumschutzverordnung (BSVO) selbst fest. Faustregel: Die BSVO gilt tendenziell für Laub- und Nadelbäume ab einem Stammumfang von etwa 60 bis 80 Zentimetern, Obstbäume sind ausgenommen. Wenn aber der Baum krank ist oder einer baulichen Maßnahme im Wege ist, kann eine Ausnahmegenehmigung für das Fällen erteilt werden. Erkundigen Sie sich daher immer erst bei der Gemeindeverwaltung, bevor Sie die Kettensäge anwerfen – schon aus finanziellen Gründen: Das ungenehmigte Fällen geschützter Bäume kann eine empfindliche Geldbuße nach sich ziehen! Die Genehmigung sollten Sie etwa zwei Monate vor dem eigentlichen Termin beantragen. Je nach Kommune werden dafür 50 bis 100 Euro fällig.

Gehölze, die unmittelbar auf der Grundstücksgrenze stehen, gehören mehreren Eigentümern. Bei diesen sogenannten Grenzbäumen ist es erforderlich, das Einverständnis der Nachbarn einzuholen. Ähnliches kann für Bäume in Gärten von Eigentumswohnungen gelten.

Wer nicht selbst fällen will (Mehr dazu im nächsten Jawoll-Magazin!), holt sich bei entsprechenden Firmen mehrere Angebote ein. Für das Fällen eines Baumes mit einer Höhe von 15 bis 20 Metern sollten Sie etwa 100 Euro einkalkulieren, plus Kosten für die fachgerechte Entsorgung.

Passend aus unserem Sortiment

Alles für die Gartenarbeit bekommen Sie bei Jawoll zu unschlagbar günstigen Preisen! Besuchen Sie uns online oder in einer unserer über 50 Filialen bundesweit!
 

Beide Fotos:
Thinkstock, iStock, Jarin13