Radfahren im Herbst – So strampeln Sie sicher durch die trübe Zeit

Radfahren im Herbst ist schön, aber auch gefährlich - durch das Dämmerlicht. Dunkelheit, Regen, Sturmwinde und glitschige Radwege: Der Herbst stellt Radfahrer vor einige Herausforderungen, doch die lassen sich meistern – wenn das Rad fit für die düstere Jahreszeit ist und sich der Fahrer den widrigen Wetter- und Wegeverhältnissen entsprechend verhält.




Beleuchtung und Kleidung

Sehen und gesehen werden – darauf kommt es im Herbst ganz besonders an. Die Tage werden kürzer, die Lichtverhältnisse sind oft auch tagsüber schlecht. Radfahrer sollten nicht nur darauf achten, dass sie selbst eine gute Sicht haben, sondern dass sie auch von den anderen Verkehrsteilnehmern und speziell von den Autofahrern gut erkannt werden können.

Das Licht muss funktionieren. Am wichtigsten dabei: Die Lichtanlage des Fahrrads muss einwandfrei funktionieren, gerade bei Regen und Schnee. Die herkömmlichen Seitenläuferdynamos streiken da zumeist. Im Vorderrad eingebaute Narbendynamos liefern dagegen auch bei miesem Wetter zuverlässig Licht. Die Alternative sind Akku- oder Batterieleuchten zum Anklemmen oder -stecken, die seit August 2013 offiziell als Fahrradbeleuchtung dienen dürfen. Wichtig ist, dass man sie stets dabei hat, und dass sie ausreichend aufgeladen sind beziehungsweise die Batterien noch genügend Kapazität haben. Geht während einer Fahrt im Dunkeln das Licht zur Neige, wird’s gefährlich.

Mit Vorder- und Rücklicht ist es aber nicht getan, gesetzlich vorgeschrieben sind folgende zusätzliche Leuchten: ein weißer Frontreflektor, Reflektoren an den Speichen des Vorder- und Hinterrads oder Reflexstreifen an den Reifen, je zwei Reflektoren an jeder Pedale sowie ein roter Rückstrahler.

Für eine noch bessere Sichtbarkeit sorgen Radler, wenn sie helle Kleidung in auffälligen Farben tragen, besonders wichtig ist dabei das Oberteil. Viele Fahrradfahrer greifen mittlerweile zu Warnwesten, die sie während der Fahrt über der Jacke tragen und die für kleines Geld zum Beispiel an Tankstellen erhältlich sind. Alternativ kann man zu spezieller Kleidung für Radfahrer mit eingearbeiteten Reflexzonen greifen. Die ist dann idealerweise auch wasserdicht und atmungsaktiv, so dass Regenschauer keinen triefend nassen Radler zur Folge haben.

Bremsen und Fahrweise

Funktionierende Bremsen sind natürlich ganzjährig ein Muss. Wer sie länger nicht kontrolliert hat, sollte das spätestens jetzt im Herbst nachholen. Zu bedenken ist aber auch, dass auf nassem oder glitschigem Untergrund behutsamer gebremst werden sollte als auf trockener Fahrbahn. Vorausschauendes Radeln schützt vor der Notwendigkeit zu scharfen Bremsungen, bei denen man womöglich mit seinem Rad wegrutscht. Zudem empfiehlt es sich, das Tempo rechtzeitig zu drosseln, wenn man sich über den Zustand des Untergrunds nicht im Klaren ist. Das gilt etwa für den Fall, dass man sich einem mit Laub bedeckten Abschnitt nähert. Der Blättermatsch kann äußerst rutschig sein – und was sich unter der Laubschicht befindet, kann man nicht sehen. Bei stürmischem Wetter ist es ebenfalls angebracht, langsamer als üblich zu fahren und gegebenenfalls ganz vom Rad zu steigen. Insbesondere seitliche Windböen können Radfahrer böse überraschen und einen Sturz herbeiführen.

Für mehr Sicherheit auf rutschigem Geläuf kann man sorgen, in dem man etwas Luft aus den Reifen lässt. Das vergrößert die Auflagefläche und erhöht die Bodenhaftung. Wichtig dabei ist, dass der auf der Reifenflanke angegebene Minimalwert nicht unterschritten wird.

Der Herbst mit seinen speziellen Herausforderungen ist auch ein guter Anlass, sich über die Anschaffung eines Fahrradhelms Gedanken zu machen. Die meisten Erwachsenen verweigern sich immer noch einem Kopfschutz – oft sogar Mütter und Väter, die ihre Kinder zum Tragen eines Kopfschutzes drängen. Dabei können die Köpfe der Großen einen Helm genauso gut vertragen.

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