Nesthäkchen – Das müssen Sie über Nistkästen wissen

Nistkästen im eigenen garten - so geht aktiver Tierschutz. Jawoll erklärt, was Sie beachten sollten. Wohnungsnot nicht nur in Großstädten – auch für Amsel, Drossel, Fink und Star wird die Luft langsam dünn. In den Ortschaften gibt es immer weniger natürliche Brut- und Nistplätze, eine intensive Forst- und Agrarwirtschaft räumt die Landschaft aus und den Wald auf, Hecken verschwinden und Parkanlagen sind zu gepflegt für Vögel. In der letzten veröffentlichten Roten Liste werden in Deutschland mehr als die Hälfte aller rund 260 Vogelarten als gefährdet eingestuft (Quelle: Rote Liste Brutvögel Deutschland). Mit einem Nistkasten im eigenen Garten können Sie also einen aktiven Beitrag zum Artenschutz leisten. Nachfolgend die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt.

Die wichtigsten Fakten zu Nistkästen

  • Nistkästen lassen sich schon im Herbst anbringen, dann werden sie eventuell schon als Übernachtungsort im Winter genutzt. Für den Start ins Frühjahr sollten Nistkästen bis März aufgehängt werden, dann beginnt die Brutsaison.
  • Hängen Sie nicht zu viele Nistkästen auf. Achten Sie zudem auf einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Nisthilfen, da sich die Tiere sonst im Anflug behindert fühlen und den Nistkasten nicht annehmen: Ein Garten von circa 400 Quadratmetern kann vier bis fünf Kästen in einem Abstand von jeweils acht bis zehn Metern Abstand aufnehmen.
  • Tragen Sie dafür Sorge, dass Räuber wie Katzen oder Marder nicht an die Nisthilfe gelangen – sonst werden diese erst gar nicht bezogen oder die Eltern-Vögel lassen ihr Nest im Stich. Sogar Eichhörnchen stellen eine Gefahr für das Nest dar. Zwei bis fünf Meter Höhe sollten in der Regel ausreichen.
  • Jede Vogelart bevorzugt eine andere Art von Nistkasten. Es gibt Kästen mit kleinen und größeren Einfluglöchern sowie Halbhöhlen. Meisen und Sperlinge sind beispielsweise mit einem kleineren Einflugloch von circa 27 Millimetern zufrieden. Ist das Loch ein paar Millimeter größer, eignet es sich für Gartenrotschwänze oder Kleiber. Nistkästen ohne Einflugloch, aber mit halb geöffneter Vorderwand – sogenannte Halbhöhlen –, werden gerne von Bachstelzen oder Hausrotschwänzen angenommen.
  • Das Einflugloch sollte nach Osten oder Südosten zeigen. So weht der Wind, der vorwiegend aus westlicher oder nordwestlicher Richtung kommt, nicht direkt hinein. Ebenso sollte der  Nistkasten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein, da die Mittagshitze den Eiern und später den Jungvögeln schaden kann.

Nistkaesten im Garten sind ein Beitrag zum aktiven Tierschutz. Jawoll erklärt Ihnen, was Sie beachten sollten. Jawoll bietet Ihnen eine große Auswahl an Nistkästen und Vogelhäuschen – online und in unseren Filialen. So bieten Sie den Vögeln in Ihrer Umgebung Futter und ein Zuhause. Und Sie können sich an dem regen Treiben im Garten erfreuen!
 

 


 

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