So legen Sie einen Mini-Gartenteich an

So legen Sie einen Mini-Gartenteich an

Ein Teich ist etwas ganz Besonderes: Wasser beruhigt, kühlt die Luft und verleiht dem Garten eine natürliche und harmonische Atmosphäre. Und: Auch in kleinen Gärten ist Platz für einen Teich – ja, selbst auf Balkon und Terrasse. Jawoll zeigt Möglichkeiten, wie Sie Ihrer Grünanlage mit einem Miniteich den letzten Schliff geben können.

miniteich3Wie soll der Teich aussehen?

Als Miniteiche werden gemeinhin künstliche Teiche bezeichnet, deren Wasserfläche nicht viel größer als ein Quadratmeter ist. Zumeist werden sie auch nicht in den Boden eingelassen, sondern stehen als Hochteiche auf einer festen Unterlage. Der Handel hält eine Vielzahl von Behältnissen bereit, die sich als Miniteich eignen – Steingefäße, halbierte Wein- und Whiskey-Fässer, große Pflanzkübel oder Keramiktöpfe. Auch Fertigteiche in verschiedenen Formen lassen sich problemlos finden. Nur Zinkbadewannen sind, entgegen landläufiger Meinung, als Teich nicht recht geeignet: Das Zink kann sich im Wasser lösen und die Pflanzen in ihrem Wachstum beeinträchtigen. Es versteht sich von selbst, dass ein Teich auf dem Balkon dessen Tragkraft nicht überschreiten darf!

Wo kommt der Teich hin?

Der ideale Standort für den Teich ist windgeschützt und halbschattig – zu viel pralle Sonne fördert das Algenwachstum, vier bis sechs Sonnenstunden am Tag sind ausreichend. Unter einem Baum sollten Sie den Teich nicht platzieren, im Herbst ist die Oberfläche schnell mit Laub bedeckt.

miniteich2Geeignete Deko und Pflanzen

Diese Materialien benötigen Sie: Teichfolie, heller Kies, Pflanzkörbe, Teicherde, ein paar Ziegelsteine sowie eine kleine Teichpumpe. Zunächst wird der Teich mit der Folie ausgeschlagen. Danach bedecken Sie den Boden mit Kies. Tipp: Den Kies vorher abwaschen, dann wird das Wasser nicht trüb. Ein oder zwei Stufen fördern die natürliche Regelung Ihres kleinen Ökosystems, stapeln Sie daher am Rand ein paar Ziegelsteine, die Sie anschließend ebenfalls mit Kies bedecken. Größere Pflanzen können anschließend direkt in den Boden eingesetzt werden, kleinere Pflanzen stellen Sie in die Pflanzkörbe auf die Ziegelsteine. So simulieren Sie eine Uferzone, die den Teich ökologisch vielfältiger macht.

Welche Pflanzen in den Teich kommen, hängt von der Wassertiefe ab: Seerosen beispielsweise benötigen eine Wassertiefe von mindestens 40 Zentimetern. Dagegen gedeihen Sumpf- und Feuchtpflanzen wie Tannenwedel oder Brunnenkresse auch weiter oben am Rand – ihnen reicht eine Tiefe von 15 Zentimetern. Auf den Teichgrund gehören Unterwasserpflanzen wie die Wasserpest oder Tausendblatt mitsamt ihrer Sauerstoffproduktion. Insgesamt eignen sich kleinbleibende Wasser- und Sumpfpflanzen, Gräser und Zwergseerosen am besten für den Teich. Setzten Sie nicht zu viele Pflanzen in den Teich, es muss noch genügend freie Wasseroberfläche erhalten bleiben.

Apropos Sauerstoff: Eine kleine Teichpumpe ist nicht zwingend vonnöten, sorgt aber für eine bessere Sauerstoffversorgung und mindert die Algenbildung. Und mit einem kleinen Springbrunnen versehen, ist sie auch noch ein schöner Anblick! Allerdings: Beachten Sie bei der Platzierung einer Pumpe, dass Seerosen keine direkte Strömung vertragen! Für die Erstbefüllung eignet sich Wasser aus einem Tümpel oder Gartenteich besser als Leitungswasser – so stellt sich schneller ein ökologisches Gleichgewicht in Ihrem Teich ein.

Das Ganze können Sie dann noch nach Belieben mit Deko-Elementen wie schwimmenden Kerzen oder einer Unterwasserbeleuchtung verzieren.

So bleibt das Wasser klar

Wie erwähnt, ist der größte Feind des klaren Wassers die Alge. Achten Sie daher auf die Dauer der Sonneneinstrahlung. Außerdem muss der Miniteich täglich von Verunreinigungen wie heruntergefallenen Blättern befreit

Fische im Miniteich

Fische sollten nur in den Teich gesetzt werden, wenn er eine Mindesttiefe von einem Meter aufweist – sonst gehen sie wegen Sauerstoffmangel schnell ein. In Frage kommen generell nur geringe Mengen von kleinen Arten wie Stichling, Bitterling oder Goldfisch. Zudem muss der Teich zu einem Drittel im Schatten liegen, damit sich seine neuen Bewohner wohl fühlen. Werfen Sie die Fische auch nicht gleich „ins kalte Wasser“, sondern legen Sie sie für zwei bis drei Stunden in einem Wasserbeutel in den Teich und befreien sie anschließend. Füttern Sie nur so viel, wie die Fische in ein paar Minuten fressen können, andernfalls zersetzen sich die zu Boden sinkenden Futterreste und schmälern die Wasserqualität.

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