Holzfäller-Einmaleins: So fällen Sie einen Baum sicher und professionell

Sicher und professionell Baume fällen - so geht's. Sie sorgen für Sauerstoff, spenden Schatten, sind Heimat unserer gefiederten Freunde und immer eine Augenweide: Ohne Bäume sehe die Welt in vielerlei Hinsicht ziemlich arm aus. Deswegen ist es auch sinnvoll, dass die meisten Kommunen und Landkreise Baumschutzverordnungen erlassen, um zu regeln, unter welchen Umständen überhaupt ein Baum gefällt werden darf. Verstöße werden mit hohen Geldstrafen geahndet, deshalb gilt: erst informieren, dann fällen.
 
 
 
 
 

Sicherheit geht vor: An Gefahrenzone und Schutzbekleidung denken

Schutzbekleidung ist wichtig. Schützen Sie sich beim Baumfällen. Auf der anderen Seite sind Grundstücksinhaber unter Umständen sogar verpflichtet, einen Baum zu fällen. Wenn er droht, beim nächsten Sturm umzustürzen oder wenn er krank ist und benachbarte Bäume anstecken könnte, ist es Zeit, ihn umzulegen. Mehr zu den Vorschriften lesen Sie hier. Steht also der Entschluss fest, dass ein Baum weg muss, geht’s erst einmal um Sicherheit: Die Einrichtung einer Gefahrenzone. Ein Radius der doppelten Baumlänge muss gesichert – frei geräumt und abgesperrt – werden. Da das Hantieren mit Axt und Kettensäge Gefahren birgt, sollte auch der Holzfäller Helm, Schutzbrille und Gehörschutz sowie Arbeitshandschuhe tragen. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt zudem noch eine sogenannte „Schnittschutzhose“, die schlimmere Wunden an den Beinen verhindern kann, sowie Arbeitsschuhe mit Schutzkappe.

Achtung, Baum fällt!

Die Richtung, in die der Baum fallen soll, wird mit einem Kerbschnitt besiegelt.  Man schlägt eine 45-Grad-Kerbe (ein schräger Schnitt und danach ein horizontaler Schnitt) in den Stamm, die ungefähr ein Drittel des Stammdurchmessers einnimmt. Die Kettensäge wird mit Vollgas, also mit voller Kraft auf der entgegengesetzten Seite des Stamms angesetzt und zwar etwas oberhalb des horizontalen Schnitts der Kerbe. Doch Obacht: den Stamm nicht ganz durchsägen, sondern ein paar Zentimeter stehen lassen. Dann nämlich kippt der Baum langsam zur Seite und das stehen gelassene Holz wirkt wie ein Scharnier.

Den Stamm zu Kleinholz machen

Ist der Baum umgefallen, geht es um die Verarbeitung: Die oberen Äste des Baums werden mit der Kettensäge abgetrennt, die unteren Äste bleiben erst einmal stehen, damit der Stamm durch sie etwas über dem Boden schwebt und man beim Zersägen des Stamms nicht versehentlich den Boden trifft. Ist der Stamm zu Kleinholz geworden, muss nur noch der Wurzelballen ausgegraben werden. Wer sich die Mühe nicht machen möchte, lässt ihn einfach in der Erde stehen.

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