Harte Zeiten für unsere gefiederten Freunde – Heimische Vögel im Winter

Vögel, die im Winter hier bleiben, leiden in der kalten Jahreszeit. Während wir uns über den ersten Schnee freuen, wird das Überleben für die heimische Vogelwelt immer schwieriger: Wenn keine Würmer mehr aus dem gefrorenen Boden gezogen können und keine Körner mehr auf den Feldern liegen, ist es für Drosseln, Meisen, Finken und Co. besonders hart, ausreichend Nahrung zu finden. Wir können ihnen ein wenig dabei helfen, die eisige Jahreszeit besser zu überstehen.



Nicht alle Vögel fressen das Gleiche

Viele heimische Vögel machen sich vor Beginn des Winters auf eine lange Reise: Zugvögel wie zum Beispiel Störche fliegen bis nach Afrika und warten dort darauf, dass der Frühling wieder bei uns einzieht. Das Gegenteil tun sogenannte Standvögel wie Amseln, Drosseln, Meisen, Finken, Buntspechte, Elstern und viele andere mehr: Sie bleiben, wie ihr Name schon sagt, das ganze Jahr über an einem festen Standort. Die Weichfutterfresser unter ihnen – dazu zählen Amsel, Drossel, Star, Zaunkönig, Rotkehlchen und Specht – ernähren sich von Früchten, Insekten, Spinnen und Weichtieren. Körnerfresser hingegen – wie Finken, Zeisige, Meisen und Sperlinge – fressen Samen von Pflanzen.

Was tun Vögel gegen die Kälte?

Vögel verscuchen sich so wenig wie möglich zu bewegen, dadurch sparen sie Energie.Damit sie nicht zu viel Energie verlieren, versuchen heimische Vögel, sich im Winter so wenig wie möglich zu bewegen. Außerdem plustern sie sich auf und benutzen ihr Gefieder wie eine dicke Jacke. Um im Winter Futter zu finden, müssen unsere Standvögel ziemlich erfinderisch sein! Weichfutterfresser, die sich größtenteils von Insekten ernähren, stellen ihre Ernährung jetzt auf Körner und Baumsamen um, die sie mit ihrem Schnabel unter dem Schnee aufspüren oder hinter Baumrinde hervorziehen. Natürlich freuen sie sich aber auch über Vogelfutter, das wir im Winter für sie ausstreuen!

Worauf man beim Füttern achten sollte

Vogelütterungskörbe sorgen dafür, dass die Vogel ohne Gefahr fressen können. Katzen können Sie nicht erreichen.Um den Wintervögeln nicht zu schaden, sollte man beim Füttern einige Regeln einhalten. So brauchen sie artgerechtes Futter zur richtigen Zeit – nämlich erst dann, wenn es auch richtig kalt ist. Vor allem, wenn der Boden von einer dichten Schneedecke bedeckt ist, sind zusätzliche Futterstellen eine große Hilfe. Weichtierfresser mögen im Winter getrocknete Beeren, Haferflocken, ungesalzene Nüsse und Rosinen. Im Fachhandel gibt es auch abgestimmte Mischungen für Weichfutterfresser. Körnerfresser ernähren sich gern von Sonnenblumenkernen, Mohn, Leinsamen, Buchsamen, Haferflocken oder gehackten Nüssen. Allen Vögeln gemein: die Vorliebe für Fettfutter. Es steckt zum Beispiel in Meisenringen oder -knödeln und kann in Drogerien und Supermärkten gekauft werden. Ein geeigneter Platz für die Fütterung ist das klassische Vogelhäuschen: Dort sind die Vögel vor natürlichen Feinden wie Katzen und Mardern geschützt, und das Futter bleibt trocken. Soll das Vogelhäuschen lieber hängen oder stehen? Alles über Vor- und Nachteile lesen Sie hier.

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