Gut Holz – So pflegen Sie Bäume und Gehölze im Winter

Auch der Garten leidet im Winter. Jawoll erklärt, wie Sie ihm pflegen. Die Winter in Deutschland sind unterschiedlich streng. Um auch auf starken Frost vorbereitet zu sein, sollten Gartenbesitzer die richtigen Vorkehrungen für das Überwintern treffen. Dazu gehören der richtige Baumschnitt, Weißanstrich und Frostschutz.
 
 
 
 

Weißanstrich schützt das Rindengewebe

Gerade jüngere Bäume und Büsche sind anfällig für Frostrisse. Ihre Rinde ist dünn und glatt, es hat sich noch keine Borke gebildet. Scheint bei Minustemperaturen die Sonne, entstehen teilweise starke Temperaturunterschiede. Sie führen dazu, dass sich das Rindengewebe auf der Sonnenseite durch die Wärme ausdehnt, während es auf der Schattenseite gefroren bleibt. In der Folge kann es zu Spannungsrissen kommen, durch die Schädlinge, Pilze und Bakterien den Baum befallen können.

Um das zu verhindern, empfiehlt sich ein Weißanstrich. Diese Schutzpasten auf Kalkbasis sollten vor dem ersten Frost mit einem groben Pinsel aufgetragen werden. Der Baumstamm muss vorher mit einer Drahtbürste gereinigt werden. Der Anstrich sollte den Baumstamm bis in die Leitäste bedecken. Er bildet einen Schutzmantel für die Rinde.

Ältere Bäume mit einer ausgebildeten Borke benötigen keinen Weißanstrich. Für Obstbäume mit einer glatten Rinde ist er aber auch im fortgeschrittenen Wachstumsstadium ratsam.

Der richtige Baumschnitt

Der Rückschnitt von Bäumen und Gehölz sollte am besten im Winter erfolgen. Die Pflanzen befinden sich dann in ihrer Ruhephase und können den Beschnitt am besten verkraften, da jetzt der Harzaustritt an den Schnittflächen geringer ist. Allerdings darf der Beschnitt nicht bei starkem Frost erfolgen. Der späteste Zeitpunkt ist Anfang Februar, bevor der Austrieb des Baumes beginnt.

Abgeschnitten werden sollten Zweige, die ins Kroneninnere gehen und die sich überlappen. Auch angebrochene Zweige und Steiltriebe stutzen. Diese Maßnahmen verbessern den Lichteintritt in das Kroneninnere. Das ist besonders für Obstbäume wichtig, damit an allen Ästen gleichmäßig Früchte wachsen können.

Überflüssige Triebe und Äste so nah wie möglich am Stamm abschneiden, damit keine Stummel entstehen. Diese könnten austrocknen und absterben und bilden dann Einfallstore für Schädlinge. Größere Schnittstellen sollten durch einen Wundbalsam geschützt werden.

Reisig und Mulch als Frostschutz für kleinere Büsche

Rindenmulch dient zum Schutz der Beete. Die abgeschnittenen Äste können mit einem Häcksler zu Mulch verarbeitet werden, der sich wiederum als Frostschutz über den Wurzelbereich jüngerer Bäume und Büsche verteilen lässt. Auch Reisig ist geeignet.
 
 
 
 
Winterfeste Kübelpflanzen, wie zum Beispiel Buchsbäume oder Bambusse, sind anfälliger für Frost, da ihre Wurzel nicht durch umliegendes Erdreich geschützt ist. Problematisch ist dabei weniger der Frost selbst, sondern das Unvermögen der Pflanzen, über den gefrorenen Boden ausreichend Wasser aufzunehmen. Sie erfrieren nicht, sondern vertrocknen. Um das zu verhindern, stellt man die Kübel in eine größere Kiste und füllt den Zwischenraum mit Mulch aus. Sind Kübel und Pflanzen zu schwer, eignen sich auch dicke Bastmatten zum Umwickeln als Frostschutz.

Um die Verdunstung von Feuchtigkeit über die Blätter einer Pflanze im winterlichen Sonnenschein zu verringern, sollten sie mit Schattiernetzen abgedeckt werden.

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