Für einen optimalen Lauf: Was macht einen guten Sportschuh aus?

Laufen ist nicht erst seit kurzer Zeit in. Laufen ist seit Jahren ein Fitnesstrend – allerdings können die Füße darunter leiden, wenn man nicht das optimale Schuhwerk dazu besitzt: Denn bei jedem Laufschritt landet das Zwei- bis Dreifache des eigenen Körpergewichts auf der eigenen Sohle. Gute Laufschuhe sollten daher vor allem eines tun: diese Belastung optimal abdämpfen und dazu den Fuß bestmöglich abstützen.
 
 

Worauf man beim Kauf achten sollte

Bei Laufschuhen sind optimaler Sitz und Funktionstüchtigkeit das A und O. Deshalb sollte man sie am Nachmittag oder Abend anprobieren, da die Füße im Laufe des Tages leicht anschwellen. Größen variieren gern mal etwas, daher ist es auch ratsam, ruhig mal eine halbe Nummer größer oder kleiner anzuziehen. Viele Fachgeschäfte bieten einen Service, bei dem man seine Fußform sowie seinen Laufstil analysieren lassen kann – nehmen Sie dies gern in Anspruch. Wenn möglich, absolvieren Sie zudem einen Testlauf auf einem Laufband. Auch gut zu wissen: Bei einem Laufschuh ist ein weiches Obermaterial zu bevorzugen, ebenso wie genug Bewegungsfreiheit für die Zehen und eine Fersenkappe, die einerseits stabil ist, andererseits aber nicht drückt.

Gut gedämpft ans Ziel

Joggingschuhe sollten gut gedämpft sein. Laufschuhe, bei denen bei der Herstellung Wert auf möglichst optimale Dämpfungseigenschaften gelegt wurde, werden Dämpfungsschuhe (manchmal auch „Neutralschuhe“, vom englischen „neutral cushioned“) genannt. Charakteristisch für diese Art von Laufschuh ist eine zwischen Außensohle und Schaft befindliche Zwischen- oder auch Mittelsohle, die zumeist aus EVA-Schaum besteht und ungefähr 80 Prozent der Dämpfungseigenschaften übernimmt. Für eine weitere Dämpfung sorgen bei dieser Art Schuh zusätzliche Kissen im Bereich der Fersen und des Vorderfußes. Neutral- oder Dämpfungsschuhe sind besonders für Läufer geeignet, die einen normalen Fußaufsatz besitzen und über die gesamte Fußsohle abrollen, mit einem leichten Einknicken nach innen – aber auch bei Hohlfüßen sind sie die richtige Wahl. Man erkennt diese Art Laufschuh an ihren leicht gebogenen Leisten.

Im Gegensatz zum Neutralschuh besitzt der Stabilitätsschuh einen geraden Leisten. Er zeichnet sich durch verschiedene abstützende Elemente an seiner Innenseite aus. Stabilitätsschuhe sind für Läufer gedacht, deren Füße beim Laufen nach innen knicken – etwa durch einen Spreizfuß. Dieses Einknicken ist für die meisten Läufer typisch. Besonders geeignet sind sie für Laufanfänger mit wenig Übung sowie fürs Joggen auf unebenem Terrain. Stabilitätsschuhe sollten nach Möglichkeit nur für leichte bis mittelschwere Läufer in Erwägung gezogen werden.

Lightweight-Schuhe für Leichtgewichte

Eine weitere Art des Laufschuhs sind so genannte „Lightweight Trainer“, oder auch Wettkampfschuhe. Sie wurden für schnelles Lauftraining und den Wettkampf konzipiert, daher sind sie sehr leicht. Mit einem Gewicht von häufig unter 250 Gramm verfügen sie aber auch nur über eher geringe Stabilisierungs- und Dämpfungseigenschaften. Da diese Schuhe stärker gebogen als Neutralschuhe sind und ihre Zwischensohle meist flacher, kann der Fuß besonders gut in ihnen abrollen. Auch der Bodenkontakt ist größer. Nichtdestotrotz sollte diese gut abrollende, leichte und flexible Art Laufschuh eher von Personen getragen werden, die etwas weniger auf die Waage bringen.

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