Fünf-Sterne-Unterbringung für Insekten – Alles über Insektenhotels

Fünf-Sterne-Unterbringung für Insekten – Alles über Insektenhotels

Es ist leider so: Wer seinen Garten sauber hält und ordentlich pflegt, der bringt Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Wildbienen in echte Schwierigkeiten. Denn jeder Laubrest in der Biotonne ist ein Stück Lebensraum für Insekten weniger. Die intelligente und zugleich faszinierende Lösung: ein Insektenhotel.

insektenhotel1Wer wohnt denn da?

Ein Insektenhotel ist sowohl ein Hingucker im Garten als auch eine nützliche Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten: Seine verschiedenen „Zimmer“ aus gelochten Baumscheiben, Schilf, Lehm, Zweigen und Stein sind in mehreren Ebenen angeordnet und oben durch ein Dach geschützt. Die Herbergen für alles, was fleucht, lassen sich freistehend aufstellen oder an einem Baum beziehungsweise einer Hauswand anbringen. Einwohner sind in erster Linie Hummeln, Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer, Schwebfliegen, Glühwürmchen, Schmetterlinge und Schlupfwespen.

Gleich mehrere Vorteile bringt so ein Insektenhotel mit sich: Einerseits kümmern sich die Nützlinge, die dort einziehen, um lästige Schädlinge – Marienkäfer fressen beispielsweise Blattläuse, ebenso wie die Larve der Schwebfliege. Andererseits bestäuben und befruchten Nützlinge wie die Hummel oder die Wildbiene auch Obstbäume und andere Pflanzen und erweisen sich so als echte Erntehelfer. Eine intakte Insektenpopulation wiederum dient den heimischen Singvögeln, deren Junge gerne proteinhaltige Insekten verspeisen. Ganz zu schweigen von den spektakulären Einblicken in die Lebensweisen der Bewohner, die wir Menschen gewinnen!

insektenhotelWo wird ein Insektenhotel aufgestellt?

Zunächst einmal: Mit Speck fängt man Mäuse. Übertragen auf unser Insektenhotel bedeutet dies, dass die Umgebung den Insekten genügend Nahrung bieten muss. Einheimische Büsche, Blumen und Bäume sorgen dafür, dass die Insekten-Herberge bezogen wird und die Bewohner auch bleiben. Von Vorteil ist auch eine Wasserstelle in der Nähe des Baus – beispielsweise eine flache Vogeltränke.


Die Aufstellung an einem geeigneten Ort ist ebenso wichtig: Das Insektenhotel sollte vormittags oder nachmittags direkt von der Sonne beschienen werden, eine Ausrichtung nach Norden ist zu vermeiden. Das Insektenhotel muss zudem regengeschützt stehen, da Feuchte in den Niströhren den Futtervorrat und die Eier bzw. Larven und Puppen schädigt. Kaufen oder bauen Sie eine Nisthilfe zum Aufhängen, muss diese so angebracht werden, dass sie nicht zu sehr schaukelt.

Im Winter bleibt das Insektenhotel übrigens draußen stehen – wer es ins Haus holt, riskiert, dass den überwinternden Insekten aufgrund der höheren Temperatur der nahende Frühling vorgegaukelt wird.

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