Bicycle Race – Welcher Fahrradtyp sind Sie?

Gemütlich oder sportlich? Für Einkäufe oder nur zum Spaß? Fahrt ins Büro oder Ausflug ins Grüne? Welches Fahrrad für Sie optimal geeignet ist, hängt nicht nur von persönlichen Vorlieben und dem Preis ab. Auch die Ansprüche, die Sie an den neuen Drahtesel stellen, spielen eine wichtige Rolle. Ebenso wie die eigenen Fahrgewohnheiten und körperliche Fitness. Nicht jeder hat die notwendige Sportlichkeit für ein Rennrad oder schätzt die robuste, aber schwere Konstruktion des Hollandrades. Jawoll stellt kurz die wichtigsten Fahrradtypen vor und erklärt ihre besonderen Eigenschaften.

fahrradtyp3Hollandrad

Der Klassiker auf dem flachen Land: Das Hollandrad ist für gemütliche Geschwindigkeiten konzipiert. Es ist auf Komfort und Zuverlässigkeit ausgerichtet, sportliche Höchstleistungen werden Sie damit nicht aufstellen. Es sei denn, Sie müssen es mal eine Treppe hinauf tragen – Hollandräder sind sperrig und schwer. Die laut Straßenverkehrsordnung (StVO) zur Verkehrstauglichkeit erforderliche Ausstattung wie Klingel und Beleuchtung ist Standard, ebenso wie Gepäckträger, Schutzbleche und die Möglichkeit, einen Fahrradkorb vor dem Lenker zu montieren. Hollandräder kommen ohne komplizierte Gangschaltungen (drei bis sieben Gänge), sind leicht zu handhaben, robust sowie verschleiß- und wartungsarm. Die aufrechte Sitzposition des Fahrers ist sehr rückenschonend. Hollandräder gibt’s schon ab 200 Euro, Topmodelle kosten 800 Euro und mehr.

Cityrad

Wie der Name sagt, sind Cityräder ideal für den Einsatz in der Stadt geeignet – als Alternative zum Auto für kurze Fahrten und Einkäufe. Die Ausstattung ist bewusst einfach gehalten (drei bis sieben Gänge, Rücktritt), daher gehören Citybikes zu den günstigsten Fahrrädern und sind schon ab 200 Euro zu haben. City-Fahrräder sind besonders für jene geeignet, die keinen übermäßigen sportlichen Ehrgeiz haben, das Fahrrad aber als alternatives Verkehrsmittel einsetzen möchten. Fahrradkorb, Gepäckträger und eventuell auch Fahrradtaschen verwandeln das komfortable Rad bei Bedarf zum Packesel, so dass auch etwas Gepäck oder Einkäufe Platz finden.

Trekkingrad

Für Ausflugsliebhaber ist das Trekkingrad wie gemacht: Mit seinem stabilen Rahmen, den großen 28er-Reifen und bequemem Sattel lassen sich längere Strecken problemlos zurücklegen, auch auf Schotter- und Waldwegen. Im Stadtverkehr zeigt sich das Rad ebenfalls sehr vielseitig und lässt sich durch Korb oder Taschen zum Einkaufshelfer aufrüsten. Aufgrund ihrer Stabilität sind sie auch für etwas schwerere Menschen beziehungsweise für Personen, die schwere Lasten transportieren wollen, geeignet. Die Sitzhaltung auf einem Trekkingrad ist aufrecht, ein echtes Plus für alle Fahrer mit Problemen in Hand- und Schultergelenken. Trekkingräder sind ab 200 Euro erhältlich, die Preise gehen bis über 1000 Euro.

fahrradtyp2Mountainbike

Mountainbikes sind in erster Linie Sportgeräte. In der Grundausstattung fehlen einige in der StVO vorgeschriebene Teile (Licht, Rückstrahler, Klingel), als alltägliches Verkehrsmittel sind sie somit weniger geeignet. Anders sieht es bei Fahrten im Gelände aus: Die dicken Reifen mitsamt starken Profilen sowie eine ordentliche Federung sorgen für den richtigen Halt auf schlammigen Wegen. Die Reifen sorgen andererseits für einen großen Reibungswiderstand, was Mountainbikes auf asphaltierten Straßen etwas schwerfälliger macht. Auch wer Probleme mit den Handgelenken hat, sollte aufs Mountainbike verzichten: Die Handgelenke werden durch die nach vorne gebeugte Haltung beim Fahren belastet. Unter 500 Euro bekommt man kein vernünftiges Mountainbike, sehr gute Modelle kosten schnell mal über 2000 Euro.

Rennrad

Rennräder sind reine Sporträder und daher für den alltäglichen Gebrauch denkbar ungeeignet – zumal Klingel, Licht und Schutzbleche fehlen. Schmale Reifen, niedriger Lenker mit gebogenen Griffen, Alu-Rahmen: Das Rennrad ist so konstruiert, dass es besonders leicht ist und der Fahrer einen möglichst geringen Luftwiderstand bietet. Die stark geneigte Körperhaltung auf dem Rad und die hohe Belastung der Handgelenke sind für Ungeübte fast schmerzhaft, Menschen mit Rückenproblemen sollten sich erst gar nicht auf ein Rennrad setzen. Gute Rennräder liegen ausschließlich im oberen Preissegment.

Klapprad

In den 70er Jahren schwer angesagt, kamen Klappräder schnell wieder aus der Mode. Kein Wunder, stand „Klapprad“ damals doch eher für „klapprig“. Die heutigen Modelle sind deutlich stabiler und lassen sich auch recht flott über den Asphalt bewegen. Vollwertige Fahrräder sind sie dennoch nicht, eher etwas für kurze Wegstrecken. Dafür lassen sie sich prima in Bus und Bahn mitnehmen. Klappräder kosten etwa ab 150 Euro aufwärts.

E-Bike

Nicht nur bei Rentnern liegen E-Bikes, auch Pedelecs genannt, im Trend. Fahrräder mit Elektromotor sind schnell, elegant und bieten echten Fahrkomfort – als wenn man mit permanentem Rückenwind radelt. Das Überwinden von Steigungen wird zum Kinderspiel und auch bei großen Reichweiten kommt niemand ins Schwitzen. Kalorien kann man dennoch verbrennen: Der Motor wird auf Knopfdruck zugeschaltet, strampeln muss man trotzdem. Der Fahrer muss nämlich aktiv mittreten, damit der Motor überhaupt erst einmal unterstützend wirkt. Die Motorunterstützung kann dabei bis zu 45 km/h betragen. Inzwischen gibt es Elektroräder in allen gängigen Bauformen. Allerdings: E-Bikes sind (noch) teuer und wartungsintensiv.

Bei Jawoll bieten wir Ihnen online und in den über 50 Filialen bundesweit eine riesige Auswahl an Fahrrädern nebst Zubehör. Radfahren ist nicht nur gut für Ihre Gesundheit, sondern auch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Schauen Sie doch mal rein!
 

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