Allzeit gute Fahrt – Sicher unterwegs auf dem Fahrrad

Allzeit gute Fahrt – Sicher unterwegs auf dem Fahrrad

Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund und schont die Umwelt. Aber: Fahrradfahrer müssen auch besonders aufpassen – ein Rad hat weder Airbag noch Knautschzone. Jeder Unfall mit dem Rad ist also potenziell lebensgefährlich. Im Jahr 2012 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts ein Fünftel aller im Straßenverkehr Schwerverletzten (20,9%) und über ein Zehntel aller Getöteten (11,3%) Radfahrer. Insgesamt stieg die Anzahl der verunglückten Fahrradfahrer in den Jahren von 1979 bis 2012 von knapp 52.000 auf knapp 75.000 (+ 44,3%)!

75 Prozent aller Unfälle, in die Radfahrer verwickelt sind, finden zwischen Rad- und Kraftfahrzeugfahrern statt, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC. Wiederum 75 Prozent davon werden von den Autofahrern verursacht! Grund genug also, um auf die wichtigsten Sicherheitstipps für Radfahrer hinzuweisen

fahrradfahren1Die Ausstattung des Fahrrads

Nur wenn ein Rad mit folgendem Zubehör ausgestattet ist, darf es nach der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) im Straßenverkehr genutzt werden:

  • Scheinwerfer und rotes Rücklicht (Dynamo-, Batterie- oder Akku-Betrieb)
  • Vorne weißer und hinten roter Rückstrahler

 

  • Rutschfeste und fest zu verschraubende Pedale, mit je zwei Pedalreflektoren ausgestattet
  • Zwei Katzenaugen pro Rad oder reflektierende, silberne Streifen an den Reifen oder Speichenreflektoren
  • Klingel
  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen

Sogenannte Stecklichter mit Batterie- oder Akkubetrieb sind nur bei Rennrädern erlaubt, die ein Maximalgewicht von elf Kilogramm auf die Waage bringen und als reines Sportgerät (Rennbetrieb oder im Training) genutzt werden. Die Reflektorenpflicht gilt allerdings auch für diesen speziellen Fahrrad-Typ.

Eine allgemeine Helmpflicht besteht in Deutschland nach wie vor nicht, auch wenn seit Jahrzehnten darüber debattiert wird. Unstrittig ist allerdings, dass ein Fahrradhelm das Risiko einer Kopfverletzung verringert.

fahrradfahren3Verhaltensregeln für Fahrradfahrer

Zunächst einmal ist wichtig: Fahren Sie mit Umsicht und Vorsicht – egal, ob auf dem Radweg oder Straße. Das bedeutet, auch immer mit Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer zu rechnen – etwa das Auto, das plötzlich nach rechts abbiegt oder der Fußgänger, der unerwartet auf den Radweg springt. Ebenso sollten Sie auf eine klare und eindeutige Fahrweise Ihrerseits achten: Geben Sie beim Abbiegen Handzeichen und vergewissern Sie sich mit einem Schulterblick, dass die Straße frei ist.

Halten Sie zudem einen gewissen Sicherheitsabstand ein – sowohl zu fahrenden wie auch zu parkenden Autos. Bei fahrenden Pkw besteht die Gefahr, dass Sie sich im toten Winkel des Rück- und Außenspiegels befinden und beim Rechtsabbiegen vom Autofahrer schlichtweg übersehen werden. Bei parkenden Autos könnten Sie mit einer sich plötzlich öffnenden Tür kollidieren.

Achten Sie zudem beim Radfahren auch stets auf Ihre Geschwindigkeit: Fahren Sie nicht zu schnell, aber bummeln Sie auch nicht zu sehr.

Vorsicht bei Verstößen

Wer im Besitz eines Kfz-Führerscheins ist, gefährdet diesen auch bei größeren Verstößen auf dem Fahrrad: Das Telefonieren auf dem Rad ist ebenso wenig erlaubt wie beim Autofahren. Eine rote Ampel überfahren, kostet ein Bußgeld und gibt Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg. Alkohol am Lenker ist auch keine gute Idee: Die Promillegrenze liegt zwar mit 1,6 höher als beim Auto. Wer aber bei einer Kontrolle zu viel Blutalkohol aufweist oder gar betrunken einen Unfall verursacht, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen und im schlimmsten Fall sogar den Führerschein abgeben.

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