Och, ist der süß! Das kostet die Hundehaltung

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Doch seine Haltung kostet Geld. Der beste Freund des Menschen: Diesen Ehrentitel haben Hunde seit Jahrhunderten. Zuvor allerdings waren Menschen und Wölfe, die Vorfahren des Hundes, Todfeinde. Erst als der Mensch sesshaft wurde, kamen sich die beiden näher. Nach und nach wurde der Wolf domestiziert, und es entstand eine neue Rasse – der Hund.
Hunde halfen zunächst vor allem bei der Jagd, dann als Wächter für Haus und Hof und spielten später eine große Rolle als Schäfer-, Spür- und Rettungshunde.
 
Heute sind Hunde mit Treue, Zuneigung und Intelligenz ideale Haustiere. Aber mit ihrer Anschaffung sind auch zum Teil erhebliche Kosten verbunden. Jawoll sagt, welche das sind. 
 

  • Rassehund oder Tierheim?
    Soll es ein Rassehund sein oder einer aus dem Tierheim? Die ersten Kosten fallen natürlich mit der Anschaffung an: Soll der Hund vom Züchter kommen oder aus dem Tierheim? Während für ein Rassetier durchaus vierstellige Beträge anfallen können, zieht ein Mischling aus dem Tierheim schon gegen eine geringe Schutzgebühr (ab etwa 100 Euro) bei Ihnen ein.
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  • Hundeschule
    In der Hundeschule lernen Hund und Herrchen. Für jeden Hund dringend zu empfehlen: ein Grundkurs in einer Hundeschule (etwa 150 Euro bis 400 Euro). Hier geht es nicht nur darum, dass der Hund Befehle wie „Sitz“ versteht, vielmehr ist die Hundeschule grundlegende Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben. Die anfänglich investierten Kosten zahlen sich immer aus, da eine spätere Behandlung von Problemverhalten ungleich teurer wird. Tipp: Je kleiner die Gruppen im Grundkurs, desto effektiver der Unterricht.
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  • Hundefutter
    Die Kosten für das Hundefutter hängen von diversen Faktoren ab, beispielsweise Größe und Alter des Hundes oder Art des Futters. Minimum sind etwa acht Euro im Monat, und der Betrag kann bis auf etwa 80 Euro steigen.
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  • Hundesteuer
    Hunde müssen behördlich angemeldet werden, was eine Hundesteuer nach sich zieht. Die ist einerseits von der Rasse und andererseits von der Gemeinde abhängig. Auf dem Land fällt die Hundesteuer geringer aus als in Großstädten – die Beträge liegen zwischen etwa 30 und 190 Euro im Jahr. Nicht in der Hundesteuer enthalten ist übrigens die Entsorgung von Hundekot, die obliegt dem Halter. Die kleinen Tütchen dafür gibt es kostenlos an vielen Ausgabestellen, beispielsweise in Drogeriemärkten.
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  • Hundehaftpflicht
    Eine Hundehaftpflichtversicherung schützt den Halter gegen vom Tier verursachte Schäden. In einigen Bundesländern ist sie vorgeschrieben – etwa Berlin, Hamburg und Niedersachsen – für alle anderen ist sie empfehlenswert. Die Kosten liegen zwischen 40 und 60 Euro im Jahr.
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  • Grundausstattung
    Jeder Hund benötigt eine Grundausstattung. Die besteht aus Decke, Körbchen, Halsband und Leine, Wasser- und Futternapf, Zeckenkarte, Transportbox sowie einigen anderen Artikeln – Ihre Tierhandlung wird Sie entsprechend beraten. Insgesamt werden hierfür etwa 80 Euro fällig.
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  • Zubehör
    Ihr Hund will unterhalten werden. Passendes Spielzeug gibt’s ab drei Euro – Apportier-, Intelligenz- oder Agilityspielzug können nach oben hin deutlich teurer werden. Manche Hunde kauen aber auch einfach gern auf einem alten Tau herum. Probieren Sie aus, was Ihrem Hunde die meiste Freude bereitet.
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  • Tierarzt
    Der Tierarzt muss regelmäßig aufgesucht werden. Zunächst wird eine Grundimmunisierung vorgenommen – dieser Infektionsschutz muss laut Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) viermalig erfolgen. Dabei ist die erste von vier Impfungen bereits nach acht Lebenswochen fällig. Diese Impfungen müssen jährlich erneuert werden. Mindestens jährlich sollte zudem eine Wurmkur durchgeführt werden. Die Kosten für Grundimpfung und Wurmkur unterscheiden sich je nach Tierarzt, liegen im Schnitt zusammen aber zwischen 70 bis 100 Euro. Bei der jährlich durchzuführenden Wiederholungsimpfung fallen circa 50 Euro an. Die häufigste Operation bei Hunden ist die Kastration – die kostet bei Rüden um 100 Euro aufwärts, bei Hündinnen oft über 300 Euro.
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  • Hundesitter/Hundepension
    An manchen Tagen ist es unmöglich, dem Hund die angemessene Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Oder man möchte verreisen, und der Vierbeiner kann nicht mitkommen. Für den ersten Fall gibt es Hundesitter: Die gehen mit dem Hund Gassi, füttern ihn und bespielen ihn. Die Kosten für diesen Service liegen etwa bei zehn bis 25 Euro pro Stunde. Oder man vereinbart eine Ganztagspauschale. Im zweiten Fall kann der Hund für einen längeren Zeitraum in einer Hundepension abgegeben werden – die Preise beginnen bei etwa 15 Euro für einen Tag. Für den Hund kann dies allerdings unter Umständen eine stressige Erfahrung werden: unbekannte Umgebung mit fremden Menschen und fremden Tieren. Daher sollten Sie diese Möglichkeit nur im Ausnahmefall beanspruchen.
  • Wen Sie sich erst einmal für die Anschaffung eines Vierbeiners entschieden haben, schauen Sie doch einmal bei Jawoll vorbei – online oder vor Ort in einer unserer Filialen! Hier bekommen Sie preisgünstiges und gleichzeitig hochwertiges Zubehör für Ihren neuen Hausgenossen.

     

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