„Mami, ich will einen Hund!“ – Haustiere für Kinder

Welches Haustier für welches Kind? Den Hund für die Tochter? Hund, Katze, Goldhamster – wohl jedes Kind träumt irgendwann vom eigenen tierischen Spielkameraden. Und befellte, gefiederte oder schuppige Mitbewohner bringen viel Gutes mit sich: Sie fördern die soziale Kompetenz von Kindern und können zu echten Freunden werden. Doch welches Tier passt eigentlich am besten in die Familie?



Ein eigenes Tier – Das hat Ihr Kind davon

Es ist wissenschaftlich erwiesen: Eltern, die ihrem Kind ermöglichen, mit einem Haustier aufzuwachsen, leisten damit einen wertvollen Beitrag zu seiner emotionalen Entwicklung. Kinder mit Haustieren sind psychisch stabiler. Denn: Sportlich oder unsportlich, schüchtern oder eher draufgängerisch – das Tier liebt „sein“ Kind genauso, wie es eben ist. Es sorgt dafür, dass sein kleiner Besitzer sich niemals einsam fühlt – ein Tier hat rund um die Uhr Zeit und freut sich immer über Zuwendung. Der Umgang mit Tieren stärkt zudem das Selbstbewusstsein des Kindes: Das Wissen, gebraucht zu werden und für ein Lebewesen Verantwortung zu tragen, lässt die Kleinen reifen und gibt ihnen ein Gefühl der Anerkennung. Auch das Einfühlungsvermögen wird gefördert. Da Haustiere immer sehr deutlich zeigen, was ihnen gefällt und was nicht, bekommen Kinder eine direkte Rückmeldung auf ihr Verhalten und lernen, dieses gegebenenfalls anzupassen.

Anforderungen je nach Alter

Kinder lieben Meerschweinchen – dabei sind sie keine wirklichen Kuscheltiere. Am besten hält man sie paarweise, das Männchen sollte unbedingt kastriert werden. Der Käfig muss – je nach Größe und Anzahl der Tiere – mindestens zweimal wöchentlich ausgemistet und mit neuer Streu befüllt werden. Die Haltung von Meerschweinchen empfiehlt sich für Familien mit Kindern ab sechs Jahren.

Hunde sind die besten Freunde des Menschen. Sie brauchen jede Menge Auslauf und ihre Pflege ist sehr zeitintensiv. In Familien nehmen Hunde die Stellung eines echten Familienmitgliedes ein – selbstverantwortlich betreuen sollten Kinder sie wegen des hohen Pflegeaufwands jedoch erst ab etwa 12 Jahren.

Katzen sind eingensinniger als Hunde. Deutlich eigensinniger als Hunde sind Katzen – als Individualisten benötigen sie dafür nicht so viel Pflege und Zuwendung. Sie verschlafen einen beträchtlichen Teil des Tages und sperren sich mit allen vier Pfoten dagegen, erzogen zu werden. Dafür lieben es die meisten Stubentiger, zu spielen und zu kuscheln – allerdings nur dann, wenn es ihnen gefällt. Kinder ab sechs Jahren können die Pflege einer Katze übernehmen.


Große Gefühle für kleine Tiere

Wellensittiche sind freundliche Zeitgenossen. Auch sie sollten zu zweit gehalten werden, im Idealfall leben ein Männchen und ein Weibchen gemeinsam in einem Käfig. Kinder ab sechs Jahren, die einen Wellensittich betreuen, sollten anfangs beim Versorgen beaufsichtigt werden. Schildkröten wie insbesondere die Landschildkröte haben eine Lebenserwartung von 30 bis 40 Jahren. Am besten werden sie im Freigehege gehalten – dort können sie in einer Box sogar überwintern, allerdings nur solange die Temperaturen nicht unter vier Grad fallen. Schon Kinder ab fünf Jahren können sich um Schildkröten kümmern – sie sollten dies jedoch anfänglich noch unter Aufsicht tun.

Sie benötigen noch Zubehör für Ihr Haustier? Dann schauen Sie doch mal in unsere Rubrik Tierbedarf. Hier finden Sie Artikel, die Mensch und Tier glücklich machen – ein Besuch lohnt auf jeden Fall!
 

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