Von Minze bis Salbei: So gedeiht der Kräutergarten auch im Winter

Frische Kräuter aus dem eigenen Garten und das auch im Winter? Jawoll erklärt, wie das geht. Duftendes Aroma und wohlschmeckende Würze: Es geht doch nichts über frische Kräuter aus eigener Aufzucht. Wer glaubt, in der kalten Jahreszeit darauf verzichten zu müssen, irrt. Küchenkräuter kann man auch im Winter ziehen – und braucht dafür noch nicht einmal ein Gewächshaus, sondern nur eine Fensterbank.







Aufzuchterde: Power-Nährstoffe für schnelles Wachstum

Ohne Wachstum keine Kräuter: So geht die Aufzucht der Pflänzchen. Im Gartencenter finden Sie Aufzuchterde und Samen für die gewünschten Kräuter. Bitte verwenden Sie keine normale Blumenerde, die Nährstoffzusammensetzung ist für die Aufzucht von Kräutern nicht günstig. Füllen Sie die Erde in ein Anzuchtgefäß. Die Samen auf die Erde legen und locker mit wenig Erde bedecken. Anschließend wässern.

Nun spannen Sie eine durchsichtige Haushaltsfolie über das Anzuchtgefäß. Dadurch entwickelt sich ein feuchtes Klima, was sich günstig auf das Wachstum auswirkt. Dennoch folgt erst einmal eine Geduldsprobe, denn es heißt abwarten und Tee trinken, bis sich die kleinen Pflänzchen an der Erdoberfläche zeigen. Sobald dies geschieht, können Sie sie vorsichtig einzeln in einen Topf pflanzen.

Lagebesprechung: Jetzt kommt es auf den Standort an

Der Standort für die Kräuterpflanzen sollte frostfrei, kühl und hell sein. Nur Basilikum liebt die Wärme und fühlt sich bei Temperaturen von 24° bis 30° C zuhause. Die frischen Pflanzen gedeihen am besten, wenn man sie regelmäßig, aber sparsam gießt. Testen Sie mit dem Finger, ob die Erde noch feucht ist. Zu viel Wasser lässt die Pflanzen schnell faulen, Wassermangel ertragen Sie besser als zu nasse Erde. Zum Wässern können Sie auch einen Feinsprüher verwenden, damit lässt sich das Wasser besonders genau dosieren.

Auch ernten will gelernt sein

Wie erntet man welche Kräuter? Jawoll erklärt. Wächst die Pflanze nun stattlich heran, gilt es, sie bei der Ernte nicht zu schwächen. Ein paar Beispiele: Möchten Sie Petersilie ernten, dann immer die äußeren Stengel direkt über der Erde abschneiden, da Petersilie von innen neue Triebe bildet. Auch Schnittlauch verhält sich so. Basilikum ist eher ein Sensibelchen: Vermeiden Sie es, einzelne Blätter des Lippenblüters abzuzupfen. Besser ist es, die Triebspitzen der Pflanzen abzuschneiden. Dann bilden sich neue Seitentriebe und das Basilikum wird immer buschiger. Der Minze hingegen ist es völlig egal, wo Sie schneiden, sie verzweigt sich immer gerne. Ähnlich verhält es sich bei Rosmarin, Thymian und Salbe: Es ist nicht wichtig, wo Sie schneiden, unter der Schnittstelle sollte aber auf jeden Fall noch etwas Grün stehen – das fördert die Verzweigung.

Passend aus unserem Sortiment

Möchten Sie jetzt auch frische Kräuter ernten? Bei Jawoll finden Sie Gartengeräte und Zubehör, dass Ihnen die eigene Aufzucht erleichtert – online oder in einer unserer über 50 Filialen deutschlandweit.
 

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