Was tun, wenn das Haar lichter wird?

Wenn das Haar weniger wird, heißt es nicht verzagen. Kein schöner Anblick, wenn sich morgens in der Dusche oder im Waschbecken dicke Haarbüschel sammeln. Wann spricht man von Haarausfall, welche Ursachen sind verantwortlich und was kann man dagegen unternehmen? Jawoll klärt auf!
 
 
 
 

Was ist Haarausfall?

Ein gewisser Haarausfall ist normal und sollte keinen Anlass zur Sorge geben – bis zu 100 Haare pro Tag fallen innerhalb eines Haarzyklus aus:

  • Wachstumsphase (2 bis 6 Jahre)
  • Übergangsstadium (1 bis 2 Wochen)
  • Ruhestadium, anschließend Ausfall (2 bis 4 Monate)

Erst, wenn mehr Haare verlustig gehen, spricht man von Haarausfall. Anzeichen dafür sind: viele Haare morgens auf dem Kissen, in der Bürste oder im Ausfluss.

Welche Formen von Haarausfall gibt es?

Es gibt grundsätzlich drei Arten des Haarausfalls. Grundsätzlich werden drei Arten von Haarausfall unterschieden: Die verbreitetste Art ist der genetisch bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie), der überwiegend bei Männern auftritt. Verantwortlich dafür ist das Sexualhormon Testosteron, beziehungsweise sein Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Es verkürzt die Wachstumsperiode der Haare und führt schlussendlich dazu, dass die Haarfollikel absterben. Hören die Follikel auf zu funktionieren, gibt es keinen Ersatz. Zunächst bilden sich die sogenannten Geheimratsecken, später kommt es dann auch zu Haarverlusten im Tonsurbereich, eine zunehmend kahlere Stelle im Hinterhauptbereich. Schätzungen zufolge ist die Hälfte aller Männer um die 50 Jahre von androgenetischem Haarausfall betroffen. Aber auch Frauen können unter hormonell bedingtem Haarausfall leiden; beispielsweise, wenn die eingenommene Anti-Baby-Pillen eine ungünstige Gestagenkomponente enthält.

Der diffuse Haarausfall führt dazu, dass das Haar am ganzen Kopf dünner wird. Hier können die Ursachen in psychischem Stress, Nährstoffmangel, hormonellen Störungen oder Veränderungen, Eisenmangel oder Stoffwechselstörungen liegen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann ein Auslöser für diffusen Haarausfall sein.

Die letzte Form ist der sogenannte  kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata), bei dem sich an verschiedenen Stellen des Kopfs kreisrunde, kahle Stellen bilden. Ursache ist vermutlich eine Autoimmunreaktion des Körpers gegen die Haarfollikel.

Was kann man gegen Haarausfall tun?

Bei Männern wird der androgenetische Haarausfall zumeist mit einer Minoxidil-haltigen Lösung behandelt – und bei circa 50 bis 60 Prozent der Betroffenen zeigt die Therapie nach etwa sechs bis neun Monaten Ergebnisse. Wenn diese Behandlung nicht anschlägt, kann ein Medikament verordnet werden: ein Präparat mit dem Inhaltsstoff Finasterid, das eine hormonelle Umwandlung in den Haarwurzelzellen selbst unterbindet. Bei dieser Behandlung müssen die Patienten mit einer etwa einjährigen Einnahme des Präparats rechnen, bevor sich ein Erfolg einstellen kann.

Bei Frauen sollte zunächst die Ursache für den Haarausfall erforscht werden, ob etwa ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt. Hier können antiandrogenhaltige Präparate, beispielsweise in Form einer Anti-Baby-Pille, oder auch eine geeignete Hormonersatztherapie helfen. Oft werden östrogenhaltige Haartinkturen in Kombination mit Minoxidil verschrieben, die täglich aufgetragen werden müssen. Wichtig bei der Anwendung von Östrogen: Es darf nur äußerlich wirksam sein und es muss von einem Facharzt für Dermatologie rezeptiert und verordnet werden – denn der weiß, welche Menge aufgetragen werden darf, um innere hormonelle Nebenwirkungen auszuschließen.

Die Haartransplantation ist als letztes Mittel zu sehen: Dann, wenn andere Therapien versagt haben und der oder die Betroffene aufgrund des Haarausfalls einen sehr hohen Leidensdruck verspürt.

Nahrungsergänzungsmittel, Haartinkturen, spezielle Teesorten oder Shampoos und Trockenbürstenmassagen können helfen, allerdings nur in Maßen. So haben Experten zum Beispiel nichts gegen eine unterstützende Wirkung von Koffein-haltigen Shampoos einzuwenden, die das Haarwachstum anregen.

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