Putzmittel: Welche Reiniger Sie wirklich benötigen

Zig verschiedene Putzmittel im Haus zu horten – das kostet und ist gar nicht nötig. Einige wenige Reiniger reichen völlig aus, bei Bedarf kann dann ein zusätzliches Spezialmittel zum Einsatz kommen. Was zur Grundausstattung gehört, steht hier im Putzmittel-Ratgeber.

PutzmittelDieses Putz-Quartett sollten Sie parat haben

Stolze 861 Millionen Euro haben die Deutschen 2013 für Putzmittel ausgegeben. Im Handel sind etwa 54.000 verschiedene Reiniger erhältlich – für jeden Winkel im Haushalt haben die Hersteller diverse Spezialmittel im Angebot. Ein Großteil davon ist überflüssig, findet das Umweltbundesamt (UBA). Als Grundausstattung reicht laut UBA ein Putz-Quartett völlig aus, bestehend aus:

  • einem Allzweckreiniger zum Säubern von Flächen und Böden
  • einem Geschirrspülmittel für den Abwasch per Hand
  • einem Sanitärreiniger mit Zitronensäure gegen Kalkablagerungen in Bad und WC
  • einer Scheuermilch zur Beseitigung stärkerer Verschmutzungen auf scheuerbeständigen Flächen.

Worauf bei der Putzmittel-Wahl zu achten ist

Reinigungsmittel sollen natürlich für Sauberkeit sorgen – aber eben auch die Umwelt und die Gesundheit möglichst wenig belasten. Bereits seit den 1990er Jahren sind in Wasch- und Reinigungsmitteln nahezu nur noch Tenside enthalten, die vollständig biologisch abbaubar sind. Für andere Inhaltsstoffe wie Phosphonate, optische Aufheller, Polycarboxylate, Koservierungsmittel, Silikone, Paraffine, Duftstoffe und Farbstoffe gilt das nicht. Laut Umweltbundesamt können sie sich „in der Umwelt und in Organismen anreichern und Gewässerorganismen schädigen.“ Reinigungsmittel sollten daher „möglichst frei von derartigen Stoffen, zumindest jedoch arm an ihnen sein.“

Echt ätzend: Vorsicht beim Umgang mit scharfen Spezialreinigern

Manchmal kommt man um einen Spezialreiniger nicht herum – etwa wenn es gilt, den Backofen von Eingebranntem zu befreien. In den vergangenen Jahren sind vor allem zahlreiche ätzende „Power“-Reiniger zum Aufsprühen in den Handel gekommen, die Sauberkeit ohne Schrubben versprechen. Zu erkennen sind diese besonders scharfen Putzmittel am Gefahrensymbol, das ein schwarzes „x“ auf orangefarbenem Untergrund zeigt. Solche stark sauren oder stark alkalischen Reiniger sollten Sie möglichst selten verwenden. Wenn doch, gilt es Hautkontakt zu vermeiden und für eine gute Belüftung zu sorgen.

Desinfektionsmittel nur im Einzelfall verwenden

Reinigungsmittel mit desinfizierenden oder antibakteriellen Substanzen sollten Sie ebenfalls möglichst wenig benutzen. Sie sind laut UBA für die „Entfernung der normalen Verschmutzungen in Küche, Bad und WC nicht notwendig“ und können bei dauerhafter Benutzung Allergien verursachen. Im Einzelfall, etwa bei einer Magen-Darm-Erkrankung eines Familienmitglieds, kann der Einsatz eines Desinfektionsmittels aber sinnvoll sein.

Ansonsten ist für ausreichend Hygiene gesorgt, wenn folgende Tipps beachtet werden: Putzschwämme, Lappen und Geschirrtücher sollten Sie nach Gebrauch umgehend zum Trocknen aufhängen und regelmäßig bei 60 Grad waschen beziehungsweise austauschen. Mindestens genauso wichtig: Vor der Zubereitung von Speisen und nach jedem WC-Besuch gilt es, sich die Hände mit Seife zu waschen und gründlich abzutrocknen. So lässt sich effektiv verhindern, dass sich Keime über die Hände übertragen.

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