Mikrowellen – Eine Gefahr für die Gesundheit?

In drei von vier deutschen Haushalten steht eine Mikrowelle, rund 30 Millionen Geräte sind es insgesamt. Es gibt aber auch zahlreiche Menschen, die Mikrowellen geradezu verteufeln. Sie befürchten, dass die Küchenhelfer gefährliche Strahlen aussenden oder die Beschaffenheit von Nahrung so verändern, dass langfristig Gesundheitsschäden auftreten können. Ist da was dran? Und wie funktionieren die Geräte überhaupt? Jawoll klärt auf.

MikrowelleWie funktioniert eine Mikrowelle?

Im Inneren eines Mikrowellengerätes befindet sich ein Magnetron genannter Generator, der Mikrowellenstrahlung mit einer Frequenz von 2,45 Gigahertz erzeugt. Diese hochfrequenten Strahlen bringen die Wassermoleküle in den Lebensmitteln zum Schwingen und Rotieren, durch die Reibung der sich bewegenden Teilchen entsteht Wärme und die Nahrung erhitzt sich.
Durch Abschirmung ist bei einer Mikrowelle dafür gesorgt, dass im laufenden Betrieb nur sehr wenig Strahlung nach außen gelangt. Die metallischen Wände sowie die Metallgitter in der Glastür und vor der Glühlampe bilden einen sogenannten Faradayschen Käfig, der die Strahlung reflektiert und absorbiert. Eine weitere Schutzvorrichtung: Wird die Tür geöffnet, schaltet sich das Gerät ab.

Wie gefährlich ist die austretende Strahlung?

Trotz Faradayschen Käfigs kann während des Betriebs im Bereich des Sichtfensters und der Tür eine minimale Strahlung austreten, die als Leckstrahlung bezeichnet wird. Für diese Strahlung gibt es einen Grenzwert. Er beträgt fünf Milliwatt pro Quadratzentimeter bei einem Abstand von fünf Zentimetern zum Gerät. Wird dieser Grenzwert eingehalten, sind laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) „nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis keine gesundheitlich bedenklichen Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder nachgewiesen.“

Doch wird der Grenzwert in der Praxis nicht vielleicht überschritten? Das Gegenteil ist der Fall, so das BfS. Die Behörde hat „in der Vergangenheit umfangreiche Messungen an Mikrowellenherden durchgeführt“. Das Ergebnis: „Im Mittel lag die Strahlung bei einem Prozent des festgelegten Grenzwertes“. Ob es sich um ältere oder topaktuelle Geräte gehandelt hat, habe dabei keinen Unterschied gemacht. Das Fazit des BfS ist eindeutig: „Daher besteht bei technisch einwandfreien Mikrowellengeräten keine gesundheitliche Gefahr, auch nicht für besonders schutzbedürftige Personen wie Schwangere oder Kleinkinder.“

Was macht die Strahlung mit der Nahrung?

Was geschieht mit den Lebensmitteln, wenn sie den Mikrowellen ausgesetzt sind? Der Südwestrundfunk hat dazu Dr. Volker Gaukel vom Karlsruher Institut für Technologie befragt. Der Experte für Lebensmittelverfahrenstechnik erklärt klipp und klar: „Die Mikrowellenstrahlung führt nur zur Erwärmung in den Produkten. Ansonsten passiert gar nichts. Es entstehen keine gesundheitsgefährdenden Stoffe.“ Gegenüber dem Erwärmen in einem Topf habe die Mikrowelle sogar den Vorteil, dass dort beim Erhitzen von Lebensmitteln weniger Nährstoffe verloren gehen würden, da „der Erwärmungsprozess sehr schnell geht“.

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Die Experten sind sich einig: Mikrowellen sind unbedenklich, wenn sie einwandfrei funktionieren und sachgemäß verwendet werden. Der Nährstoffgehalt der zubereiteten Speisen ist dann höher als beim Erwärmen auf dem Herd – und schneller geht es auch. Haushaltsgeräte, Küchenzubehör und viele weitere Produkte erhalten Sie bei Jawoll zu absoluten Tiefstpreisen. Schauen Sie in unserem Online-Shop oder einer der mehr als 50 Filialen vorbei.
 

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