Kochen mit Induktion – Das müssen Sie wissen

Kochen mit Induktion – Das müssen Sie wissen

Induktionskochfelder gelten als schnell und energiesparend. Hier erfahren Sie, wie das Prinzip Induktion funktioniert und welche Vor- und Nachteile die Technik mit sich bringt. Jawoll bietet online und in den über 50 Filialen bundesweit ein großes Sortiment an Küchenzubehör – auch für das Kochen mit Induktion. Schauen Sie einfach mal rein!

kochen induktionWärmeentstehung direkt im Topfboden

Gängige Kochfelder funktionieren folgendermaßen: Die guten, alten Kochplatten bestehen meist aus Gusseisen, welches die Wärme weiter leitet – das Kochgeschirr wird also durch Wärmeleitung erhitzt. Typisch für Kochplatten ist, dass sie nach dem Ausschalten noch lange warm bleiben. Ebenfalls durch Wärmeleitung und -strahlung funktioniert ein Glaskeramik-Kochfeld. Die sogenannten Kochzonen erreichen nach dem Einschalten schnell eine hohe Temperatur – schneller als Kochplatten – und leuchten dabei dunkelrot. Glaskeramik-Kochfelder sind leicht zu reinigen, temperaturstabil und behalten ebenfalls nach dem Ausschalten eine Restwärme.

Im Vergleich dazu arbeiten Induktions-Kochstellen – auch als Wirbelstromherde bezeichnet – nicht mit Wärmeübertragung, sondern lassen die Hitze direkt im Topfboden entstehen. Hierfür sorgen flache Kupferspulen unter der Glaskeramik des Herdes. Durch diese fließt Wechselstrom mit einer Frequenz von etwa 20 bis 100 Kilohertz und erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Induktionsgeeignete Töpfe und Pfannen wandeln diese Energie direkt im Boden zu Wärme um. Die Induktions-Kochstellen selbst bleiben also kalt. Schaltet man die Induktions-Kochstelle herunter oder hoch, reagiert das System unmittelbar. Ebenso wird das Aufheizen des Topfbodens gestoppt, sobald man Topf oder Pfanne von der Kochstelle nimmt.

Kochgeschirr muss für Induktion geeignet sein

Pfannen und Töpfe für einen Induktionsherd müssen ferromagnetisch sein. Ob ein Topf für das Kochen mit Induktion geeignet ist, können Sie relativ leicht mit dem so genannten Magnettest herausfinden. Dabei halten Sie einfach einen Magneten an den Boden des Kochgeschirrs: Wird er angezogen, so kann der Topf oder die Pfanne verwendet werden. Kochgeschirr aus Aluminium oder Edelstahl ist – ohne speziellen Boden – nicht kompatibel, während sich emailliertes oder gusseisernes Kochgeschirr meist problemlos verwenden lässt. Es gibt inzwischen auch speziell für Induktionsherde hergestelltes Kochgeschirr.

Die Tatsache, dass sich die Temperatur bei Induktionsplatten sehr präzise regeln lässt, bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich: Kochzeiten verringern sich, der Energieverbrauch sinkt. Zudem brennt im Topf oder in der Pfanne so schnell nichts mehr an. Aber auch auf der Kochplatte selbst, die ja kalt bleibt, können keine Essensreste mehr einbrennen – das erleichtert die Reinigung. Und die Gefahr, sich an einer heißen Herdplatte zu verbrennen, ist gebannt. Noch sind die Herde allerdings recht kostspielig: Für einen guten Induktionsherd zahlt man 900 Euro und aufwärts.

kochen induktion2Gibt es Nebenwirkungen?

Abstrahlung Magnetische Streufelder – der Anteil am Magnetfeld, der nicht unmittelbar vom Topf aufgenommen wird – können den Körper durchdringen und Zellen negativ beeinflussen. Um Gesundheitsschäden vorzubeugen, muss die Abstrahlung möglichst klein sein. Steht der Topf beispielsweise nicht richtig auf der Kochzone, steigt die Abstrahlung merklich an. Deshalb ist es wichtig, passendes Geschirr zu benutzen. So rät etwa das Bundesamt für Strahlenschutz, die Töpfe sollten genau auf das jeweilige Kochfeld passen und zentriert platziert werden. Zudem sollte man einen Mindestabstand von 5 bis 10 cm von der Vorderkante des Herdes einhalten. Je mehr Abstand man hält, desto kleiner wird die Abstrahlung.

Schwangere Das Einhalten des Mindestabstands wird Schwangeren besonders ans Herz gelegt, um Risiken für das Ungeborene vorzu¬beugen. Mit Vorsicht sollten auch Träger von Herzschrittmachern und anderen elektronischen Implantaten vorgehen. Die Induktion könnte die Lebensretter aus dem Takt bringen. Betroffene sollten vor der Anschaffung eines Induktionsherdes ihren Facharzt fragen, wie störempfindlich zum Beispiel ihr Schrittmacher ist.

Passend aus unserem Sortiment

Geräuschentwicklung Da das elektromagnetische Feld der Induktionsplatten das Topfmaterial zum Schwingen bringt, ertönt beim Kochen mit Induktionsfeldern häufig ein mehr oder weniger lautes Surren, Knacken oder Brummen. Wie störend diese Geräusche sind, hängt vom Topf und der Füllung ab.
 

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