Wo der Pfeffer wächst: Kleine Warenkunde

Pfeffer: ob weiß, schwarz, gruen oder rot. Jawoll erklärt Ihnen, welcher für was. Ohne ihn wäre so manches Essen ganz schön fade: Pfeffer ist neben Salz in jeder Küche unverzichtbar. Doch Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer – die schwarzen, weißen und grünen Körner können viel mehr, als nur scharf sein. Jawoll gibt Tipps zur Verwendung des beliebten Gewürzes.




Reiche Römer pfefferten sogar den Wein

Pfeffer galt lange als Luxusgut. Bereits in der Antike war seine konservierende und keimtötende Wirkung bekannt. Gepfefferte Speisen waren im alten Rom für die Oberschicht Pflicht. Sogar der Wein wurde gepfeffert. Das Gewürz galt als so wertvoll, dass die Körner einzeln gehandelt wurden. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches übernahmen die Venezianer und Genuesen den Gewürzhandel mit Salz und Pfeffer. Dieser bescherte ihnen unermesslichen Reichtum.

Ursprünglich stammt der Pfeffer aus den indischen Monsunwäldern, heute wird er auch auf Madagaskar, Sri Lanka, in Brasilien, Malaysia und Indonesien angebaut. Ob schwarz, weiß oder grün: Pfeffer stammt von der gleichen Pflanze. Er wächst rispenartig am immergrünen Pfefferstrauch, dem Piper nigrum.

Pfeffer erst bei Bedarf mahlen

Pfeffer sollten Sie erst bei Bedarf mahlen, so bleibt der Geschmack erhalten. Pfeffer verleiht Schärfe – aber gemahlener Pfeffer verliert sehr schnell an Aroma. Daher empfiehlt es sich, die Körner erst bei Bedarf mit einer Pfeffermühle zu zerkleinern.






Schwarzer Pfeffer ist der Klassiker und universell einsetzbar: Er würzt Suppen, Soßen, Fleisch, Wild, Fisch und sogar Desserts.
Weißer Pfeffer ist genauso scharf wie sein schwarzer Bruder – ihm fehlt aber das typische Pfeffer-Aroma. Zur Herstellung verwendet man reife rote Beeren, deren nach Wässerung das Fruchtfleisch entfernt wird; beim anschließenden Trocknen erhalten die gräulichen Körner ihre weißgelbe Farbe. Er wird gern eingesetzt, wenn es nur um Schärfe geht. So wird er zum Abschmecken in letzter Minute verwendet. Er schärft helle Sahnesoßen, helles Fleisch und Fischgerichte.

Grüner Pfeffer wird besonders früh geerntet, dadurch hat er eine geringe Schärfe und einen frischen, krautigen Geschmack.  Er ist ein guter Begleiter von asiatischen Gerichten und aromatisiert Soßen, Fisch und Meeresfrüchte. Und natürlich gibt er dem Pfeffersteak seine besondere Note.
Roter Pfeffer besteht aus vollständig gereiften, ungeschälten Pfefferfrüchten, die direkt nach der Reife in Salzlake eingelegt werden, um den Fermentierungsprozess zu unterbrechen. Er besitzt ein süßliches Aroma mit einer intensiven Schärfe. Die roten Pfefferkörner werden häufig ungemahlen verwendet.

Cayennepfeffer ist kein Pfeffer

Rosa Pfeffer wird aus peruanischen Sumachsträuchern gewonnen und in Salzlake eingelegt. Sein Aroma: süßlich, würzig, wenig scharf. Er wird besonders gern zu Fisch und Geflügel eingesetzt. Nicht vom Pfefferstrauch, sondern von Gelbholzbäumen stammt der säuerlich schmeckende Szechuanpfeffer, der für alle fernöstlichen Gerichte, insbesondere für gebratenes Fleisch und Fisch, der richtige Begleiter ist. Der feurige Cayennepfeffer ist gar kein Pfeffer, sondern besteht aus getrockneten und gemahlenen Chilis. Typisch für Cayennepfeffer sind ein rauchiger, bitterer Geschmack und eine beißende Schärfe.

Trocken, lichtgeschützt und luftdicht verpackt sind Pfefferkörner viele Monate haltbar. Gemahlen verliert das Gewürz bereits nach vier bis sechs Monaten sein Aroma.

Passend aus unserem Sortiment

Wenn Sie jetzt Appetit bekommen haben, sich ein schönes Pfeffersteak oder ein pfeffriges vegetarisches Thaigericht zuzubereiten: Preiswerte Pfannen gibt’s bei Jawoll in der Rubrik Küche. Dort finden Sie auch eine reiche Auswahl an weiterem Zubehör, welches den Hobbykoch erfreut und die Zubereitung leckerer Gerichte erleichtert – vom Edelstahlmesser-Set bis zur Stiel-Kasserolle.
 

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