HD, LED, HDMI, CI+ & Co. – TV-Begriffe einfach erklärt

HD, LED, HDMI, CI+ & Co. – TV-Begriffe einfach erklärtNun ist er also fällig, der neue Fernseher. Aber im Laden muss man erst einmal durchatmen. Riesige Flachbildschirme zeigen allesamt quietschbunte Bilder, der Verkäufer murmelt geheimnisvolle Kürzel, und die Preisunterschiede sind gewaltig. Also: Vor dem Fernseherkauf sollte sich jeder mit den wichtigsten Begriffen vertraut machen, damit später auch das passende Gerät im Wohnzimmer steht. Jawoll erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um TV-Geräte.

     

  • 3D-TV
    Heutzutage werden die meisten TV-Geräte, bis auf die unteren Preisklassen, mit 3D-Technik geliefert. Ein 3D-Fernseher ist aber nur eine Grundvoraussetzung für dreidimensionales Sehen: Auch Blu-ray-Player und die Blu-ray selbst müssen 3D-fähig sein!
  • Zwei 3D-Techniken finden im Heimgebrauch Anwendung: die Polfilter- und die (Active-)Shutter-Technik. Die Polarisationstechnik kommt in den Kinos zum Einsatz und bietet den Vorteil preiswerter Brillen. Nachteil beim 3D-TV: Der Zuschauer sieht die Bilder nur mit halbierter vertikaler Auflösung – bei einer HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten bleiben also nur 1920 mal 540. Die Shutter-Technik benötigt teurere Brillen mitsamt Elektronik und Batterie. Per Bluetooth- oder Infrarot-Signal stellt sich die Brille auf die Bildfrequenz des TV-Geräts ein.
     

  • Auflösung
    Die Auflösung wird in Pixeln angegeben. Eine Full-HD-Auflösung – 1920 mal 1080 Bildpunkte – ist in jedem Fall ratsam: Nur so können Sie hochauflösende Blu-ray-Discs und HD-Programme auch in voller Pracht sehen. Die Vorläufer-Auflösung HD ready mit ihren 1280 mal 720 Bildpunkten ist inzwischen überholt. In jüngster Zeit finden sich vermehrt UHD- beziehungsweise 4K-Fernseher in den Läden. Diese Ultra High Definition liefert 3840 x 2160 Bildpunkte – also die vierfache Auflösung von Full HD. Das Problem: Bislang gibt es noch so gut wie keine Inhalte in UHD-Qualität.
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  • Bildwiederholfrequenz
  • Die Bildwiederholfrequenz ist anhand der Hertz-Zahl (Hz) erkennbar. Diese sagt aus, in welcher Frequenz ein Bild wiederholt wird. Heute gebräuchlich sind 50 bis 100 Hertz, einige TV-Modelle wollen aber auch 200 oder 600 Hertz erreichen. Dabei ist der Unterschied zwischen 50 Hz und 100 Hz deutlich wahrnehmbar – schnelle Bewegungen etwa beim Fußballspiel wirken flüssiger.

    Natürlich schickt keine Zuspielquelle dieser Welt tatsächlich 100, 200 oder gar 600 Bilder pro Sekunde ans TV-Gerät – das schafft weder Fernsehsignal noch Spielkonsole oder Blu-ray. Daher berechnen die Prozessoren im Fernseher aus den vorhandenen Bildern Zwischenbilder, um flüssige und gleichmäßige Bewegungsabläufe anzuzeigen. Aber: Alle Angaben, die über 200 Hertz hinausgehen, werden durch Rechentricks erzielt, Unterschiede sind kaum wahrnehmbar.
     

  • CI/CI+

    Das Common Interface (CI) ist eine Schnittstelle an einem digitalen Empfangsgerät wie beispielsweise einem Satelliten- oder Kabelreceiver, einer Settop-Box oder einem TV-Gerät mit eingebautem Tuner. In den schmalen Schacht der CI-Schnittstelle lässt sich ein Modul (das sogenannte CAM) einstecken. In dem Modul wiederum steckt eine Smartcard, die verschlüsselte Fernsehprogramme entschlüsselt. Die Nachfolgeversion dieser Schnittstelle nennt sich CI+.

    Für den Empfang öffentlich-rechtlicher Fernsehsender in HD sind keine zusätzlichen Module nötig, jeder HD-fähige Receiver reicht aus. Bei den Privatsendern werden dagegen entweder Module des Kabel-TV-Anbieters oder bei Satellitenempfang CI-Plus-Module für HD+ fällig. Hierbei fallen monatliche Zusatzkosten an, mit der Anschaffung des Moduls ist es nicht getan. Auch klassisches Pay-TV wie Sky lässt sich über den CI-Plus-Slot entschlüsseln und sehen.
     

  • DVB-C/DVB-S/DVB-T

    Die Abkürzungen bezeichnen die verschiedenen digitalen Empfangswege: DVB-C steht für Kabelempfang, DVB-S für Satellitenempfang und DVB-T für terrestrischen (Antennen-)Empfang. DVB-C und DVB-S können die TV-Signale in HD-Qualität übertragen, bei DVB-T soll dies ab 2016 mit dem Nachfolger DVB-T2 möglich sein. Viele Fernseher haben einen Tuner für alle drei Empfangswege eingebaut (Triple-Tuner). Alle anderen Geräte benötigen einen externen Receiver.

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  • EPG

    EPG steht für Electronic Program Guide. Dieser elektronische Programmführer ist in allen neueren Fernsehern, Receivern und Festplattenrekordern integriert und informiert über die Sendungen der nächsten sieben bis 14 Tage, bietet Filter- und Suchfunktionen und erleichtert das Programmieren von Aufnahmen.

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  • Full HD

    Siehe Auflösung.
     

  • HD+

    Mit HD+ wird eine Plattform zum Satelliten-Empfang von Privatsendern in HD-Qualität bezeichnet. Hierfür werden ein spezieller Receiver und eine Smartcard benötigt, die etwa 60 Euro pro Jahr kostet.

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  • HDMI

    Das High Definition Multimedia Interface, kurz HDMI, ist eine Schnittstelle für digitale Bild- und Tonübertragung. Sie bietet eine hohe Übertragungsqualität aus nur einem Kabel und ist derzeit Standard bei HD-Fernsehern und anderen A/V-Geräten. Je mehr Zuspielgeräte an den Fernseher angeschlossen werden (Blu-ray-Player, Receiver, Spielekonsole), desto mehr HDMI-Anschlüsse benötigt der Fernseher.

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  • IPTV

    Der Begriff IPTV steht für die Übertragung von herkömmlichen Fernsehprogrammen und Pay-TV (TV) mit Hilfe des Internet-Protokolls (IP). So wird das Internet neben Antenne, Kabel und Satellit zu einem weiteren Empfangsweg. Benötigt werden eine schnelle Internetverbindung und ein spezielles Empfangsgerät, die sogenannte Set-Top-Box. T-Entertain von der Telekom ist beispielsweise ein IPTV-Angebot. Prinzipiell ist der Empfang von Programmen in HD-Qualität über IPTV möglich, hängt aber vom Internetanschluss ab.

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  • LCD/LED

    Die Bildschirmtechnik der meisten heute verkauften TV-Geräte beruht auf LEDs und ist eine spezielle Bauart von LCD-Fernsehern: Die „Light Emitting Diode“ (LED) hat sich nämlich als ideale Hintergrundbeleuchtung für Fernsehpanele erwiesen. Bei LCD-Fernsehern muss das bildgebende Panel von hinten angestrahlt werden, damit Licht in die Bildpunkte kommt. Dies wurde lange durch Leuchtröhren erledigt, die aber einige Probleme machten. So war der Stromverbrauch hoch, und bei der Produktion fielen viele Schadstoffe an. Die kleinen LEDs machen’s qualitativ besser und sind bescheidener beim Strom. Unterschieden wird in zwei LED-Varianten: Das Edge-LED-Backlight ermöglicht eine sehr schmale Bautiefe, weil die die Leuchtdioden am Rand des Displays sitzen. Das führt allerdings auch dazu, dass diese Geräte leicht ungleichmäßig ausgeleuchtet sind. Bei der anderen LED-Variante, als Direct- oder Full-LED-Backlight bekannt, sitzen die Dioden direkt hinter dem Display und können es gleichmäßiger ausleuchten. Dafür ist hier die Bautiefe wiederum etwas größer.

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  • Smart-TV

    Als Smart-TVs oder Hybrid-TVs bezeichnet man Fernseher mit Internetanbindung. So können Nachrichten, Spiele, YouTube-Videos, Wettervorhersagen oder E-Mails auf dem Fernsehgerät angesehen werden. Allerdings variieren die angebotenen Programme (Apps) stark – je nach TV-Hersteller. Manche Fernseher lassen sich per WLAN kabellos ins Heim-Netzwerk einbinden.

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  • Timeshift

    Timeshift oder zeitversetztes Fernsehen ist zweifellos eine der größten Verbesserungen in der Fernsehtechnik: Die Funktion findet sich in Settop-Boxen, Festplattenrekordern und Fernsehern und erlaubt es, per Fernbedienung eine laufende Sendung anzuhalten. Diese wird dann aufgezeichnet. Nach der Unterbrechung kann die Sendung weiter verfolgt werden, während die Aufnahme noch läuft.

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  • Zoll

    Die meisten Hersteller geben ihre Bildschirmgrößen in Zoll an. Dabei entspricht ein Zoll genau 2,54 Zentimetern.

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    Fotos:
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