Grüner Daumen: Zimmerpflanzen im Winter richtig pflegen

Der Winter ist auch für unsere Zimmerpflanzen  Herausforderung. Zimmerpflanzen sind vor den Widrigkeiten der kalten Jahreszeit geschützt? Ja und nein. Zwar haben es Pflanzen in den eigenen vier Wänden mollig warm, aber Heizungs- und Zugluft sowie das wenige Tageslicht strapazieren die Zimmer-Flora. Worauf man achten muss, steht in diesem Ratgeber.
 
 
 

Beliebte Wohngenossen

Zimmerpalmen, Farne, Drachenbäume, Kakteen und Fici – um nur die beliebtesten zu nennen – finden sich in vielen deutschen Wohnungen und Häusern. Rund 50 Millionen Euro jährlich werden hierzulande für Zimmerpflanzen ausgegeben. Grund genug, ihnen auch im Winter die richtige Pflege zukommen zu lassen. Denn obwohl Zimmerpflanzen vor den extremen Einflüssen durch Frost und Schnee geschützt sind, belastet sie die kalte Jahreszeit – gerade da viele von ihnen in den hiesigen Breiten nicht heimisch sind. Besonders exotische Vertreter wie Orchideen oder Hibiskus, die ursprünglich aus tropischen Regionen stammen, bedürfen besonderer Aufmerksamkeit.

Zimmerpflanzen leiden unter trockener Heizungsluft

Zimmerpflanzen vertragen die trockene Heizungsluft schlecht. Geheizte Räume schützen Pflanzen vor Frostschäden. Doch Heizungsluft ist trocken, und die fehlende Luftfeuchtigkeit setzt vor allem den tropischen Pflanzengattungen zu. Abhilfe schaffen regelmäßiges Besprühen der Pflanzenblätter oder ein in der Nähe der Pflanzen platzierter Behälter mit feuchtem Tongranulat. Auf keinen Fall mehr gießen. Zu viel Feuchtigkeit in der Blumenerde erhöht die Gefahr von Schimmel und folgender Wurzelfäule.

Durch die warme, trockene Heizungsluft wächst auch die Gefahr von Schädlingsbefall – etwa durch Spinnmilben und Schildläuse. Um schnell reagieren zu können, ist eine regelmäßige Kontrolle erforderlich. Ein klebriger Film deutet auf Schildläuse hin, kleinere, gesprenkelt wirkende Blattschäden sind dagegen Anzeichen von Spinnmilben. Im frühen Stadium kann schon eine gründliche Wasserdusche helfen. Reicht die nicht aus, ist ein Pflanzenschutzmittel erforderlich.

Im Winter bekommen viele Zimmerpflanzen zu wenig Licht

Zimmerpflanzen benötigen Licht - auch beziehungsweise gerade im Winter.Die wenigen Tageslichtstunden im Winter sind für Zimmerpflanzen eine Belastung. Daher sollten sie nicht in Zimmern mit Fenstern zu Nordseite stehen, da der Lichteinfall dort noch geringer ist. Achten Sie darauf, dass Vorhänge und Jalousien während des Tages geöffnet sind, damit möglichst viel Helligkeit in die Räume dringt. Achtung: Staub auf den Pflanzenblättern behindert die Photosynthese. Deshalb sollten die Blätter dann und wann vorsichtig abgestaubt werden.
 

Kalte Fensterscheiben und eisige Zugluft

Eigentlich sind Fensterbänke der optimale Platz für Zimmerpflanzen, da sie dort am meisten Licht erhalten. Doch im Winter fühlen sich hier viele Pflanzen nicht wohl. Denn die häufig dort angebrachten Heizkörper machen die Luft besonders trocken. Fensterscheiben sind durch die niedrigen Außentemperaturen kalt und wenn Pflanzen sie berühren, kann der Temperaturschock zum Abfallen der Blätter führen. Diese Gefahr droht auch, wenn die Pflanzen direkt in der Zugluft geöffneter Fenster und Türen stehen.

Vielen Pflanzen schadet ein etwas kühlerer Raum im Winter aber nicht, da sie in dieser Jahreszeit eine Ruhepause bei Wachstum und Stoffwechsel einlegen. Wichtiger ist es, extreme Temperaturwechsel zu vermeiden.

Der Fußboden kann zu kalt oder zu warm sein

Bei Pflanzen, die auf dem Boden stehen, ist darauf zu achten, dass dieser nicht zu kalt ist und als Folge den Wurzelballen auskühlt. Umgekehrt kann dieser durch eine Fußbodenheizung auch zu warm werden. In beiden Fällen empfehlen sich Unterlagen aus Styropor oder Roll-Untersetzer, um einen schützenden Abstand zwischen Pflanzenbehälter und Fußboden zu gewährleisten.

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