Gefahrenquelle Haushalt: Unfälle daheim vermeiden

Gefahrenquelle Haushalt: Unfälle daheim vermeiden

Die meisten Unfälle passieren in den heimischen vier Wänden. Doch viele Stürze, Verbrennungen, Verätzungen oder Stromschläge könnten durch umsichtiges Verhalten vermieden werden. Jawoll verrät, wo die größten Gefahren lauern und wie man Unfälle verhindert.

Ausgerechnet dort, wo wir uns in Sicherheit wähnen, passieren die meisten Unfälle. Und viele enden sogar tödlich. Rund 5.600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen eines Haushaltsunfalles. Zum Vergleich: Im Straßenverkehr sind es circa 4.000 Tote pro Jahr. Gerade weil man sich in vertrauter Umgebung sicher fühlt, passieren viele Unfälle: Routine lässt Aufmerksamkeit und Vorsicht schwinden. Aber auch Stress begünstigt Unfälle. Ratsam ist, seine Aufgaben in Ruhe zu erledigen, die Wohnung sicher auszustatten, für gute Beleuchtung zu sorgen und seine Kinder über die Gefahren aufzuklären und sie zu beaufsichtigen.

Unfaelle1Achtung Sturzgefahr!

Stürze sind die häufigste Unfallursache – sie machen rund 80 Prozent der Haushaltsunfälle aus. Unfallursache Nummer Eins: Akrobatikübungen auf improvisierten „Leitern“ und Tritt-Hilfen wie Stühlen, Getränkekisten oder Stehtischchen. Eine sichere Haushaltsleiter ist also Pflicht! Auch die Treppe ist ein riskanter Ort, insbesondere für ältere Menschen. Hier gilt: langsam und achtsam gehen, am Geländer festhalten und auf rutschfeste Sohlen achten. Vasen, Deko-Elemente oder Spielzeug haben nichts auf der Treppe zu suchen, Treppenschutzgitter in Kleinkinderhaushalten dagegen schon. Typische Stolperfallen sind auch Teppich-Kanten und -Falten. Dagegen helfen rutschhemmende Klebebelege, die es für jeden Untergrund zu kaufen gibt. Apropos rutschhemmend – auch Dusche und Badewanne sollten mit Gummimatten und Anti-Rutsch-Aufkleber ausgerüstet sein.

Gefahrenzone Küche

Die Küche ist der gefährlichste Ort in der ganzen Wohnung. Unfallvermeidung fängt daher schon mit der durchdachten Einrichtungsplanung von Küchenelementen, Bodenbelag und Beleuchtung an. Außerdem: Messer besser im Messerblock oder mit Schutzhülle in der Schublade aufbewahren, im Geschirrspüler mit der Klinge nach unten einsortieren. Schweren Verbrennungen oder Verbrühungen können Sie beispielsweise vorbeugen, indem Sie Töpfe und Wasserkocher immer mit dem Griff nach hinten auf den Herd stellen. Alle Kabel von elektrischen Geräten sollten möglichst kurz aufgerollt und schwer greifbar verstaut werden. In Haushalten mit Kleinkindern empfehlen sich zusätzlich Herdschutzgitter, Herdtürstopp und Schubladenschutz. Moderne Herde verfügen oft über eine Anzeige, die vor Resthitze auf den Herdplatten warnt.

Finger weg von offenem Strom!

Unfälle mit Strom zählen zu den gefährlichsten Haushaltsunfällen. Deshalb müssen defekte Elektrogeräte sofort entsorgt werden, elektrische Leitungen und Geräte vorschriftsmäßig installiert sein und Reparaturen nur von Fachleuten durchgeführt werden. Vor dem Reinigen eines Elektrogerätes muss selbstredend der Netzstecker gezogen sein. Es empfehlen sich zudem Steckdosensicherungen für Haushalte mit Kindern.

Chemikalien – muss das sein?

Ätzende, entzündbare Haushaltschemikalien wie starke Reinigungsmittel sollten (vor Kindern) sicher aufbewahrt werden und nur mit Handschuhen oder Atemschutz benutzt werden. Besser ist natürlich der gänzliche Verzicht auf derlei Mittel und die Verwendung schadstoffarmer oder natürlicher Reinigungsmittel.

Ganz ausschließen lassen sich Unfälle nie. Deshalb sollten Sie immer vorbereitet sein, zum Beispiel mit einer gut bestückten Hausapotheke. Wichtige Telefonnummern wie der Notruf 112 gehören im Telefon gespeichert – besonders bei älteren Mitbürgern!

Passend aus unserem Sortiment

Jawoll bietet viele Artikel, die zur Unfallvermeidung im Haushalt beitragen – von Leitern bis zu Schutz-Handschuhen. Schauen Sie im Jawoll-Online-Shop oder in einer unserer Filialen vorbei und sorgen Sie für mehr Sicherheit in Ihren eigenen vier Wänden!
 

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