Etwas Würze im Leben: Diese Gewürze gehören in jede Küche

Gewürze bringen Würze ins Leben. Gewürze waren einst ein sehr kostbares Gut, davon zeugt noch so manche Redewendung. So sprechen wir etwa von „gepfefferten Preisen“, und nur auf Reichtum bedachte Menschen titulieren wir abschätzig als „Pfeffersäcke“. Die Zeiten, da sich nur Adlige und wohlhabende Kaufleute Gewürze leisten konnten, sind lange vorbei. Heute stellt sich angesichts ellenlanger Supermarktregale voller Gewürze eher die Frage: Was davon brauche ich wirklich, welche Geschmacksgeber sollte ich stets im Haus haben?

Die Klassiker: Salz & Pfeffer

Salz und Pfeffer, die Grundklaviatur der Gewürze. Ohne Salz und Pfeffer geht beim Kochen und Würzen so ziemlich gar nichts. Beide gibt es in verschiedenen Sorten:

  • Salz. Alle Sorten von Speisesalz haben eines gemeinsam: Sie bestehen zu mindestens 97 Prozent aus Natriumchlorid. Jodsalz ist mit 15 bis 25 Milligramm Jod pro Kilo angereichertes Speisesalz. In Gegenden wie Bayern, wo Böden und Grundwasser jodarm sind, kann die Verwendung von Jodsalz einem Jodmangel vorbeugen. Jodsalz gibt es auch als fluoridiertes Jodsalz, dem je Kilogramm etwa 250 Milligramm Fluor zum Schutz vor Karies beigemischt ist. Das mild schmeckende Himalaya-Salz enthält kleine Mengen Eisen, daher kommt seine rosa Färbung. Ob es, wie oft behauptet, eine gesundheitsfördernde Wirkung hat, ist aber eher Glaubenssache, wissenschaftlich belegen lässt sich das nicht. Das per Hand von der Wasseroberfläche abgeschöpfte Fleur de Sel ist das teuerste Meersalz überhaupt, es gilt auch als das beste. Feinschmecker und Köche schwören auf seinen außergewöhnlichen Geschmack und den speziellen, knusprigen Biss, den es etwa Fleisch und Fisch verleiht. Kräutersalz ist eine weitere beliebte Salzsorte. Gerade günstiger Discountware sind neben Kräutern aber oft Geschmacksverstärker beigemischt, das sollte man beim Kauf im Hinterkopf behalten.
  • Pfeffer. Die am weitesten verbreitete Sorte ist schwarzer Pfeffer, der aromatisch-würzig und für Pfeffer-Verhältnisse sehr scharf ist. Grüner Pfeffer schmeckt deutlich milder und zudem frischer. Der weniger verbreitete rote Pfeffer kann in puncto Schärfe mit dem schwarzen Pfeffer mithalten, hat zusätzlich zur aromatischen auch eine fruchtige Note. Mehr zum Thema Pfeffer lesen Sie hier.

Die weiteren Aspiranten

Curry und Paprika sind weitere Gewürze, die nicht fehlen sollten. Nur mit Pfeffer und Salz zu würzen, das wäre auf Dauer ziemlich fad – und so manches Gericht würde sich nicht richtig zubereiten lassen. Hier kommen die weiteren Kandidaten für die Gewürz-Grundausstattung:

  • Chili und Paprika. Diese beiden Gewürze sorgen für den gewissen Schärfekick. Gemahlener Chili wird häufig als Cayennepfeffer verkauft, der aus den getrockneten und gemahlenen Früchten der Chilisorte Cayenne besteht. Cayennepfeffer schmeckt leicht bitter-rauchig und ist extrem scharf. Wer sich um seine Geschmacksnerven sorgt, kann auf Paprika ausweichen. Es gibt ihn in der scharfen Variante Rosenpaprika und der eher würzigen Sorte edelsüß.
  • Kümmel. Am Echten Kümmel, so der vollständige Name, scheiden sich die Geister. Er ist ein starkes und herbes Gewürz, das aufgrund seines hohen Anteils an ätherischen Ölen ein sehr intensives Aroma entfaltet. Kümmel ist ideal zum Würzen deftiger Speisen und macht kalorienreiche Gerichte leichter verdaulich, sein Geschmack ist aber nicht jedermanns Sache. Kreuzkümmel hat mit dem Echten Kümmel übrigens wenig zu tun. Botanisch gehört er zu einer anderen Gattung, geschmacklich trennen die beiden Gewürze Welten. Kreuzkümmel mit seinem frischen, leicht scharfen Aroma findet vor allem in der orientalischen und asiatischen Küche Verwendung.
  • Muskatnuss. Der Name führt etwas in die Irre. Muskatnuss ist keine Nuss, sondern der Samenkern der aprikosenartigen Frucht des Muskatnussbaums. Muskatnuss mit seinem intensiven Aroma wird traditionell zum Verfeinern von hellen Soßen, Kartoffelpüree und  Blumenkohl verwendet, sollte sparsam dosiert und erst kurz vor dem Servieren beigemischt werden.
  • Zimt. Das aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen gewonnene Gewürz wird vor allem für Süßspeisen, Obstgerichte und Gebäck verwendet, hat in der Winter- und Weihnachtszeit Hochkonjunktur. Glühwein ohne Zimt? Undenkbar.
  • Curry. Diese Gewürzmischung ist den indischen Masala-Gewürzzubereitungen nachempfunden, die zum Würzen der Currys genannten südasiatischen Gerichte dienen. Die Zusammensetzung von Curry ist unterschiedlich, feste Bestandteile sind zumeist Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer und Bockshornklee.

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