Der Haarfön – Geschichte eines Dauerbrenners

Nichts als heiße Luft? Von wegen! Seit über hundert Jahren trocknet der elektrische Haartrockner nun nicht nur Haare und mutierte in dieser Zeit vom Schwergewicht zum Designobjekt. Jawoll rekonstruiert den Siegeszug dieser heißen Erfolgsgeschichte aus deutscher Hand.

haarfonErfindung: Heiß zu Tal stürzender Südwind

Wir Deutsche dürfen uns nämlich damit brüsten, den Haarfön erfunden zu haben. Genauer gesagt, der Industriekonzern AEG. 1899 brachte man dort den ersten Fön auf den Markt, 1908 wird der Name „Foen“ offiziell als Warenzeichen eingetragen. Der „heiß zu Tal stürzende Südwind“ Föhn war Namensgeber dieser Marke. Und was die „Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft“ anpackte, das machte sie „aus Erfahrung gut“. Der Fairness halber sollte allerdings erwähnt werden, dass bereits 1890 ein Franzose den Vorläufer eines Haartrockners in seinem Pariser Salon eingeführt hatte. Stolze zwei Kilo brachte der erste AEG-Fön jedenfalls damals auf die Waage. Und blies ungehemmt 90 Grad heiße Luft direkt aus seinem Düsenrohr heraus. Damit wurden dann nicht nur Haare getrocknet, sondern auch Rheumatismus und Gicht behandelt. Nicht zu Vergessen: das Kräuseln von Federboas. Die „elektrische Heiß- und Kaltluftdusche“, wie das Gerät Anfang des letzten Jahrhunderts beworben wurde, trat ihren Siegeszug in den seinerzeitigen modernen Haushalte an.

Entwicklung: Diverse Modernisierungs-Wellen

Seitdem unterlief der Haartrockner, im Osten übrigens Heißluftdusche genannt, einem fortwährenden Entwicklungsprozess. Um 1910 wog der metallene Haartrockner „nur noch“ um die 1,8 Kilo, 1958 war er schon auf 800 Gramm erschlankt und schmückte sich mit einem filigranen Kunststoffgehäuse. Dessen Form wurde mit der Zeit immer windschnittiger, so dass der Fön später sogar zum Designobjekt mutierte. Als er in den 70er Jahren dann im Kompaktformat erschien, war der Welteroberung keine Grenzen mehr gesetzt. Als Reisefön durchkurvte er im Gepäck stilbewusster Globetrotter fortan den gesamten Globus.

Heute: Profi-Haarmodellierer und Schlafbeschleuniger

Heute gibt es den Fön sogar in Profiausführung für den Hausgebrauch. Zum Trocknen, Glätten, Locken formen – diverse Aufsätze lassen keine Styling-Wünsche mehr offen. Doch nicht nur Haare sind begehrte Einsatzorte – auch Babypopos, Nagellack und sogar Schweißflecken werden von seinem warmen Luftstrahl erfolgreich umschmeichelt. Es soll sogar Babys geben, die mit Fön-Geräuschen besser einschlafen als durch Kinderwagen- oder Auto-Geschuckel.

Auch bei Jawoll können Sie – ob online in der Kategorie Körperpflege oder in unseren über 50 Filialen – immer mit günstigen Fön-Angeboten rechnen. Und das ist keine heiße Luft!

 

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