Das können Sie gegen Schimmel in der Wohnung unternehmen

Das können Sie gegen Schimmel in der Wohnung unternehmen

Ein Anblick, auf den Mieter und Hausbesitzer gut verzichten können: Schimmel an der Wand! Besonders im Winter treten die lästigen und gefährlichen Pilze in Wohnungen und Häusern auf, aber auch in den wärmeren Tagen kann es zum Schimmelbefall kommen. Die möglichen Folgen für die Gesundheit sind nicht zu unterschätzen: Schimmelpilze können Allergien, Asthma, Bronchitis und sogar Herzkrankheiten hervorrufen. Wie Sie den Angriff der Pilze abwehren, lesen Sie hier.

Wie kommt der Schimmel in die Wohnung?

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Auf feuchtem Untergrund und in feuchter Luft fühlen sich Schimmelpilze wohl. Die häufigsten Gründe für Schimmelbefall sind dementsprechend auch eindringendes Wasser, schlechte Dämmung oder falsches Lüften. Allein durch Duschen, Kochen und Schwitzen produziert eine vierköpfige Familie über zehn Liter Feuchtigkeit am Tag, die größtenteils in der und an die Wohnung abgegeben wird. Ein sogenannter Hygrometer misst die Feuchtigkeit im Haus – normal ist ein Wert zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt der Wert darüber, besteht das Risiko der Schimmelbildung. In Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit sollte ein Luftentfeuchter zum Einsatz kommen. Luft muss generell zirkulieren können – sonst entsteht Kondenswasser und das führt zu schimmeligen Stellen: etwa hinter Möbeln, die genau mit der Wand abschließen.
Schimmel entsteht hauptsächlich durch:

  • fehlende oder falsche Lüftung
  • zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum
  • Bildung von Kondenswasser
  • unbeheizte Räume im Winter
  • Wasserschäden, bei denen Feuchtigkeit in das Gemäuer eindringt
  • Baumängel und Bauschäden
  • mangelnde oder defekte Drainage am Haus
  • fehlerhafte Bodenplatten und Fundamente
  • undichte Dächer
  • Möbel direkt vor der Wand

Wie bekomme ich den Schimmel aus der Wohnung?

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Oberflächlicher Schimmelbefall auf Metall, Keramik, Glas oder lackiertem Holz lässt sich mit einem Haushaltsreiniger abwaschen. Reiben Sie die Fläche nach der Reinigung mit Ethanol ab und lassen Sie diese gut durchtrocknen. Ist das Dichtungsmaterial aus Silikon, muss die Stelle entfernt und neu verfugt werden.

Bei unbehandeltem Holz reicht eine einfache Reinigung allerdings oft nicht aus, da hier der Schimmel leicht ins Material einzieht. Oberflächliche Flecken sollten schnell entfernt werden. Danach muss ein Fachmann prüfen, ob sich darunter ein tieferer, für das bloße Auge unsichtbarer Schimmelbefall steckt. Ab einer Größe von einem halben Quadratmeter sollten Schimmelflecken von einem Fachmann beseitigt werden. Zur kompetenten Beurteilung des Schadens können Beratungsstellen wie die Verbraucherzentralen herangezogen werden. Eine Sanierung ist dann erforderlich, wenn der Schimmel in tiefere Schichten der Bausubstanz vorgedrungen ist. Für Wände und Decken bedeutet dies, dass der alte Putz entfernt wird, auch ein kompletter Abriss kann nötig werden. Bei feuchten Kellern können die Sanierungsmaßnahmen ebenfalls sehr aufwendig werden. Nach der genauen Analyse, woher die Feuchtigkeit kommt, stehen eine Entkernung, die Anfertigung von Drainagen und eventuell Fundamentverstärkungen auf dem Programm.

Wer kommt für den Schaden auf?

Wurde der Schimmel in der Mietwohnung durch bauliche Mängel verursacht, ist prinzipiell der Vermieter für die Beseitigung verantwortlich. Hat der Mieter dem Vermieter das Vorliegen eines Schimmelschadens angezeigt, so muss der Vermieter daraufhin umgehend reagieren. Im besten Fall besichtigt er den Schaden sofort und setzt sich mit dem Mieter darüber auseinander, wie der Schimmel entstanden sein kann und wie ein neuerlicher Befall zu verhindern ist. Bleibt der Vermieter untätig, hat der Mieter das Recht, die Miete zu mindern. Für die Höhe der Mietminderung ist eine Analyse entscheidend, einen pauschalen Satz gibt es nicht. Der Mieter kann keine Mietminderung beanspruchen, wenn der Schimmel aufgrund seines Wohnverhaltens entstanden ist.

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