Bevor der Lack ab ist – So lackieren Sie Innentüren ganz einfach selber

Heimwerken: Jawoll erklärt, wie Sie Ihre Türen neu lackieren.Lackierte Innentüren brauchen dann und wann einen neuen Anstrich. Ist der Lack mit der Zeit unansehnlich vergilbt oder weist er zu viele Macken und Kerben auf, ist es Zeit für den Heimwerker-Einsatz in den eigenen vier Wänden.

Damit der neue Lack auch später tadellos brilliert, sind einige Vorbereitungen zu treffen. Erste Voraussetzung ist eine staubarme Umgebung, denn Staub setzt sich gern auf frischlackierten Lack nieder. Die Innentür sollte für bessere Ergebnisse aus den Angeln gehoben und auf zwei Böcke gelegt werden. Demontieren Sie nun die Türbeschläge.

Alter Lack muss tragfähig sein – sonst muss er ab

Der alte Lack muss vor der neuen Lackierung runter. Jetzt geht die eigentliche Arbeit los. Schleifen Sie den alten Lack mittels Schleifpapier an. Ist er noch in Ordnung, reicht das Anschleifen, damit die späteren Lackschichten besser halten. Wenn sich allerdings schon beim Anrauen ganze Lackpartien ablösen, ist der Untergrund für eine Neulackierung nicht geeignet – er muss mit einem elektrischen Schleifgerät abgeschliffen werden. Damit Sie den Lack schnell abbekommen, kann auch ein Heißluftfön aus dem Baumarkt hilfreich sein. Er weicht den Lack bei ca. 500° an, so dass man ihn mit einem Schaber abkratzen kann.

Ist der Lack erst einmal ab, werden eventuelle Schäden wie Kerben an der Tür gut sichtbar. Hier leistet ein Lackspachtel gute Arbeit. Profitipp: Beim Holzschleifen werden die Holzfasern grob abgetrennt, manche jedoch auch wieder heruntergedrückt. Wenn Sie das Holz mit einem Lappen leicht anfeuchten, richten sich diese „niedergewalzten“ Holzfasern wieder auf und können erneut mit einem Schleifpapier abgeschliffen werden. Das Ergebnis: eine spiegelglatte Holzfläche.

Schaumstoffrolle für größere Flächen, Pinsel für Kleinarbeiten

Lackieren mit dem Schaumstoffroller, gut bei Acryllack. Für Innentüren ist ein lösemittelfreier Acryllack ideal. Er ist leicht zu verarbeiten und wasserlöslich. Das erspart umständliches Auswaschen der Pinsel & Co. mit dem Pinselreiniger. Wasser reicht zur Reinigung. Ein weiterer Pluspunkt: Acryllack riecht nicht so streng wie sein großer Bruder aus Kunstharz. Um sehr glatte Ergebnisse zu erzielen, verwenden Sie am besten eine Schaumstoffrolle zum Lackieren. Pinsel kommen nur in Ecken, sehr kleinen Flächen und Falzen zum Einsatz.

Faustregel: Lieber zweimal dünn als einmal dick streichen. Der erste Anstrich muss komplett getrocknet sein, bevor Sie mit dem zweiten Anstrich beginnen. Ist auch der zweite Anstrich trocken, kann die andere Seite der Tür gestrichen werden. Zum Schutz der neulackierten Seite am besten Karton auf die Tischböcke legen.

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