Welche Bohrmaschine für welchen Zweck?

bohrmaschine2Kaum ein anderes Gerät ist bei Handwerkern derart oft im Einsatz wie die im Jahr 1895 vom Ludwigsburger Wilhelm Emil Fein erfundene Bohrmaschine. Die Bohrmaschine? Moment! Es gibt durchaus unterschiedliche Varianten für unterschiedliche Verwendungszwecke. Jawoll stellt die drei geläufigsten Modelle vor.



bohrmaschine1Der kleine Bohrer zwischendurch: Akkubohrer

Der größte Vorteil eines Akkubohrers ist seine Flexibilität – wie der Name sagt, wird er über einen Akku betrieben und ist so vom Stromnetz unabhängig. Ein solches Gerät ist vor allem für Arbeiten geeignet, bei denen keine hohe Bohrleistung erforderlich ist und solche, die an schlecht zugänglichen Stellen ausgeführt werden müssen. Es gibt zwar auch Akkumodelle, die mit einem Schlagwerk ausgestattet sind, aber auch die sind nicht gerade für Bohrungen im Beton geschaffen. Ein Akku, das mit zwölf Volt arbeitet, bietet schon genügend Power für die meisten Anforderungen in Sachen Holz und Metall. Nicht zu verachten ist auch eine Zusatzfunktion, mit der Links- und Rechtslauf eingestellt werden können: So dreht der Akkubohrer Schrauben nicht nur rein, sondern auch wieder raus. Arbeiten Sie am besten mit zwei Akkus: Eins ist in Betrieb, das andere wird aufgeladen.

bohrmaschine3Hansdampf in allen Gassen: Schlagbohrmaschine

Schlagbohrer sind das Instrument der Wahl, wenn es darum geht, Metall und – bis zu einem gewissen Grad – Steinwände zu durchdringen. Über die normale Drehbewegung hinaus kann bei diesen Geräten eine Schlagfunktion hinzugeschaltet werden, die es ermöglicht harte Materialien zu durchbohren. Bei weicheren Materialien wie Holz reicht die Drehbewegung aus. Ist der Untergrund besonders hart, ist ein hoher Anpressdruck erforderlich – das macht die Arbeit unter Umständen schnell anstrengend. Schlagbohrmaschinen arbeiten mit etwa 400 bis etwa 1.500 Watt. Viele Modelle bieten Zusatzfunktionen wie regelbare Drehzahl und Links- oder Rechtslauf. Die meisten neuen Modelle besitzen ein Schnellspannbohrfutter, mit dem Aufsätze und Bohrer mühelos gewechselt werden können. Frühere Bohrfutter hatten eine Kerbung versehen, in die per Spezialschlüssel der gewünschte Aufsatz eingespannt werden musste.

Wenn’s mal wieder etwas länger dauert: Bohrhammer

Besonders harter Stein, Beton oder Mauern können den Schlagbohrer schon mal an seinen Grenzen bringen. In diesen Fällen greift der ambitionierte Handwerker zum Bohrhammer. Der hat zwar eine geringere Schlagzahl als die Schlagbohrmaschine, dafür aber auch eine höhere Schlagenergie. Der Schlagimpuls des Bohrhammers zermürbt dabei das Material, welches dann durch die Drehbewegung des Bohrers ausgebrochen wird. Das macht zum Beispiel das starke Andrücken des Gerätes an die Bohrstelle überflüssig. Die Schlagfunktion kann auch ausgestellt werden, um so präzise Meißelarbeiten durchzuführen. Rechts- und Linkslauf des Geräts lassen sich ebenfalls umschalten. Die Wattzahl ist hier von nebensächlicher Bedeutung: Ein Bohrhammer mit 600 Watt wird immer schneller in Beton sein als eine 1000-Watt-Schlagbohrmaschine.

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