Wände und Decken streichen – Der Do-it-yourself-Ratgeber

Wände und Decken streichen – Der Do-it-yourself-Ratgeber

Ein neuer Anstrich bringt frischen Wind in die heimischen vier Wände. Worauf Hobby-Heimwerker bei den Malerarbeiten achten sollten und wie sie optimale Ergebnisse erzielen, steht in der Schritt-für Schritt-Anleitung.

Waende und Decken2Die Farbe

Zum Streichen von Wänden und Decken stehen unterschiedliche Arten von Farbe zur Verfügung. Die gebräuchlichsten:

  • Dispersionsfarbe ist der Oberbegriff für Wand- und Deckenfarben auf Wasserbasis.
  • Vollton- oder Abtönfarbe wird verwendet, um weiße Dispersionsfarbe individuell einzufärben.
  • Latexfarbe ist abwaschbar und sehr strapazierfähig, eignet sich somit besonders gut für stark beanspruchte Flächen.
  • Feste Farbe hat aufgrund ihrer Konsistenz den Vorteil, kaum zu spritzen und zu tropfen. Sie ist daher besonders zum Anstrich der Decken geeignet.

Für wie viele Quadratmeter Fläche ein Farbeimer reicht, steht in der Regel auf dem Etikett. Messen Sie zuhause nach, wie groß die zu bemalende Fläche in etwa ist und kaufen Sie die entsprechende Menge Farbe. Beachten Sie, dass oft zwei Anstriche nötig sind.
Wand- und Deckenfarben können bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Achten Sie daher auf den „Blauen Engel“. Das Siegel stellt sicher, dass die möglichen Gesundheitsbelastungen minimal sind. Über die Qualität der Farbe gibt die Norm EN 13300 Auskunft, die in fünf Klassen unterteilt wird. Klasse 1 steht für die höchste Qualität, Klasse 5 für die niedrigste.

Die Einkaufsliste

Neben der Farbe benötigen Sie einige weitere Utensilien:

  • Klebeband
  • Abdeckfolie
  • Pinsel
  • Rolle
  • Teleskopstiel
  • Abstreifgitter
  • gegebenenfalls Tiefgrund
  • gegebenenfalls Flächenpinsel/Quast
  • gegebenenfalls Leiter

Die Vorarbeiten

Idealerweise wischen Sie den kompletten Untergrund vor dem Streichen mit einem feuchten Tuch ab. Ist das Tuch voller Sand- oder Kreidekrümel, sollte die Fläche mit Tiefgrund vorbehandelt werden. Gleiches gilt für Gipsputz sowie Gips- und Weichfaserplatten, da diese sonst die Farbe zu stark aufsaugen.

Unebenheiten, Risse und Löcher sollten Sie mit Fugenmasse ausbessern, die Sie mit einem Spachtel glätten.

Kleben Sie alle Flächen, die nicht mit angestrichen werden sollen, sorgfältig ab. Steckdosen, Lampen und Regale schrauben Sie besser ab, die Streichkanten werden dann sauberer. Den Boden legen Sie mit Folie aus, die Sie an den Rändern mit Klebeband befestigen.

Das Streichen

Bemalen Sie zuerst die Decke und dann die Wände. Streichen Sie bei den Wänden mit einem kleinen Pinsel zunächst die Ränder und Ecken. Bei der Wandfläche streichen Sie mit dem Lichteinfall, also weg von den Fenstern.

Streichen Sie nicht so weit vor, dass die Farbe trocknet, bevor Sie mit der angrenzenden Fläche beginnen. So verhindern Sie, dass sichtbare Ansätze auftreten.

Für die Flächen kommt die Rolle mit Teleskopstiel zum Einsatz, gestartet wird ebenfalls im Fensterbereich.

Arbeiten Sie in breiten Streifen, tragen Sie die Farbe zuerst kreuz und quer auf. Anschließend gehen Sie mit der Rolle in senkrechten, sich überlappenden Bahnen über die Fläche. So erreichen Sie, dass die Farbe gleichmäßig verteilt wird. Setzen Sie die Rolle dabei nicht an den Rändern an, sondern besser mittig.

Ein zweiter Anstrich ist fällig? Pinsel und Rolle müssen Sie nicht sofort auswaschen, da Wand- und Deckenfarbe in der Regel erst nach einem Tag trocken ist. Wenn Sie die Malutensilien über Nach in Aluminium- oder Frischhaltefolie einwickeln, können Sie sie am nächsten Tag direkt weiterverwenden.

Passend aus unserem Sortiment

Günstige und hochwertige Utensilien für Heimwerkerarbeiten und den Haushalt gibt’s in wechselnden Angeboten bei Jawoll – besuchen Sie doch einfach unseren Online-Shop oder eine der bundesweit mehr als 50 Filialen.
 

Fotos:
Thinkstockphotos, iStock, IvanMikhaylov
Thinkstockphotos, iStock, pojoslaw