Schneehase: So pflegen Sie Ihr Auto im Winter

Autopflege im Winter - Jawoll erklärt  worauf es ankommt. „Der Winter zähmt Mensch und Tier“, wusste schon William Shakespeare (1564-1616) zu berichten. Ein paar hundert Jahre später ließe sich noch „Auto“ hinzufügen. Denn mit Minusgraden, Schneematsch und Streusalz stellt der Winter den Autofahrer vor einen Haufen Probleme. Nicht nur das Fahren selbst ist problematisch. Auch bei der Pflege des Wagens gilt es, einige winterliche Besonderheiten zu beachten. Jawoll sagt, welche das sind.
 

Frostschutzmittel und Scheibenwischer checken!

Einige Dinge sollten mit Anbruch der vierten Jahreszeit unverzüglich geprüft werden. Etwa, ob im Kühlmittel und in der Scheibenwaschanlage ausreichend Frostschutz vorhanden ist. Wenn die Scheibenwischer Schlieren ziehen, müssen die Wischerkanten gereinigt werden. Hilft das nicht, sind sie auszutauschen. Außerdem sollten die Türdichtungen mit Hirschtalg, Vaseline oder speziellen Pflegestiften behandelt werden – dann frieren sie gar nicht erst ein.

Ein verschmutzter Innenraumfilter lässt weniger Luft ins Fahrzeuginnere gelangen und führt zu beschlagenen Scheiben. Er sollte also regelmäßig gewechselt werden. Wer die Scheibe von innen gründlich reinigt, beugt ebenfalls dem Beschlagen vor.

Waschstraße im Winter – geht das überhaupt?

Waschanlage geht auch im Winter. Apropos reinigen: Im Winter sind die Autos ständig dreckig. Das kann man stoisch hinnehmen oder eine Waschanlage ansteuern. Nur: Ist denn eine Autowäsche bei Minusgraden überhaupt möglich? Antwort: Ja, aber. Wer seinen Wagen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in die Waschstraße schickt, sollte unbedingt ein Programm mit Trocknung wählen – sonst besteht die Gefahr, dass Fahrzeugteile einfrieren!

Bevor das Auto in die Waschanlage geht, sollten grober Schmutz, Schnee und Eis per Hand vom Auto entfernt werden: Schnee lässt sich lackschonend mit einem Handfeger beseitigen, bei Eis in den Radläufen und stark verschmutzten Felgen schlägt die Stunde des Hochdruckreinigers. Der sollte aber nur mit einem Mindestabstand von 20 Zentimetern in Reifennähe verwendet werden, sonst können die Pneus Schaden nehmen. Durch Anwinkeln des Hochdruckreinigers lässt sich zudem ein breiterer Wasserstrahl nutzen.

Aber auch wer seinen Wagen im Winter nicht in die Waschstraße schickt, muss zumindest drauf achten, dass die Scheinwerfer sauber sind. Sie sollten regelmäßig mit einem feuchten Lappen geputzt werden.

Streusalz und Streusplitt – Plagegeister für den Lack?

Streusalz ist für Autolacke weniger schädlich als oft angenommen. Grundsätzlich kann es der obersten Schicht, dem Klarlack, nichts anhaben. Nur wenn das Salz darauf verrieben wird, können die Kristalle wie Schleifpapier auf der Oberfläche wirken. Gefährlicher ist Salz da schon für den Unterboden oder Motorteile. Wenn es sich beispielsweise in einem Blechfalz ablagert, kann es in Verbindung mit Feuchtigkeit zur Korrosion kommen. Daher ist eine regelmäßige Unterbodenwäsche empfehlenswert.

Streusplitt allerdings kann die Karosserie empfindlich treffen: Wenn die scharfkantigen kleinen Steinchen auf den Lack knallen, können sie Schäden hinterlassen, die wiederum die Rostbildung begünstigen. Suchen Sie bei Autopflege daher nach Lackschäden, die Sie gegebenenfalls mit einem Lackstift ausbessern.

Ist der Winter überstanden, sollte eine gründliche Autowäsche erfolgen – mitsamt Unterbodenwäsche und Wachspolitur. Ältere Autos mit vergleichsweise ungeschütztem Motorraum können eventuell sogar eine Motorwäsche vertragen. Dafür sollten Sie aber eine Fachwerkstatt aufsuchen.

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Übrigens: Tipps zur winterlichen Bereifung lesen Sie hier, alles über die gerade im Winter anfälligen Autobatterien gibt’s hier. Jawoll führt eine große Auswahl an Autozubehör und -batterien – damit Sie im Winter nicht ins Schlingern geraten! Überzeugen Sie sich!
 

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