Läuft wie geschmiert – Das müssen Sie über Motoröl wissen

Ohne Motoröl läuft nichts beim Auto – zumindest nicht wie geschmiert. Alle beweglichen Teile des Motors müssen mit einem Schutzfilm überzogen sein, sonst würde binnen kurzer Zeit Metall auf Metall laufen. Zudem kühlt das Öl wärmesensible Stellen im Motor, die von den Kühlmitteln nicht erreicht werden. Aber auch das Öl selbst verschleißt mit der Zeit, es wird zähflüssig und verliert an Geschmeidigkeit. Verschmutzungen wie Ruß und Staub lassen das Öl ebenfalls altern.

Öl muss regelmäßig gewechselt werden

Welcher Motor braucht welches Öl und was muss man sonst noch wissen. Jawoll klärt Sie auf. MotorölEine regelmäßiger Ölwechsel ist also unumgänglich; wann genau, hängt vom Baujahr und Fahrzeugmodell ab. Als Faustregel gilt: alle 15.000 bis 30.000 Kilometer beziehungsweise alle ein bis zwei Jahre muss das Öl komplett ausgetauscht werden. Alle 1.000 Kilometer sollte zudem der Ölstand gemessen werden und gegebenenfalls auf den empfohlenen Stand nachgefüllt werden.



Dabei ist es wichtig, nicht wahllos irgendein Öl zu kaufen, weil es gerade im Angebot ist. Vielmehr geben die Autohersteller Klassifikationen und Spezifikationen vor, welches Öl für welchen Fahrzeugtyp geeignet ist. Im schlechtesten Fall erlischt bei Verwendung eines falschen Öls und anschließendem Motorschaden sogar der Garantieanspruch. Allerdings stehen in den Regalen der Tankstellen zahllose Ölflaschen, deren Angaben mehr als verwirrend sind. Die Folge: Knapp die Hälfte der deutschen Fahrzeughalter (47 Prozent) kann oder will laut Erhebung der Deutschen Automobil Treuhand  (DAT-Report 2014) nicht angeben, welches Motoröl sie genau verwendet.

Was bedeuten die Codes auf den Ölflaschen?

Die Angaben der Hersteller bezüglich des korrekten Motoröls bestehen aus der SAE-Viskositätsklasse, der API-Klassifikation und der ACEA-Spezifikation.
Welches Öl kann was? Die SAE-Viskositätsklassen geben die Fließfähigkeit des Schmiermittels bei unterschiedlichen Temperaturen an: In der Sommerhitze muss das Öl dickflüssig sein, im Winter dagegen möglichst dünn. Als Beispiel soll ein Öl mit der Angabe „0W40“ dienen: Die Zahl vor dem „W“ gibt die Fließeigenschaft bei Kälte an – je kleiner die Zahl, desto besser fließt das Öl bei niedrigen Temperaturen. Die Bandbreite reicht vom dünnflüssigen 0 bis zum zäheren 25. 0W ist etwa bis minus 30 Grad zu verwenden, 25W stockt bei minus fünf Grad. Die Zahl nach dem „W“ ist für die Eignung im Sommer entscheidend, sie gibt die Viskosität bei 100 Grad an: je größer die Zahl, desto widerstandsfähiger gegen Hitze ist das Öl. Die Palette reicht bei dieser Angabe von 20 (sehr dünnflüssig) bis zu 60. Im obigen Beispiel kombiniert das Öl also die Eigenschaften eines 0W-Winteröls mit denen eines Sommeröls (SAE-Kennzeichnung 40). Sogenannte Additive machen es möglich, dass die meisten heutigen Motoröle im Sommer wie im Winter genutzt werden können – sie verbessern die Viskosität, schützten vor Korrosion, mindern den Verschleiß und lassen auch das Öl selbst langsamer altern.

Die Angaben API und ACEA beschreiben, für welche Motoren das jeweilige Öl geeignet ist. API steht dabei für „American Petroleum Institute“, ACEA ist kurz für „Association des Constructeurs Européen d’Automobiles“. Findet sich auf der Öl-Verpackung das Kürzel „API SM/CF“, steht das S beispielsweise für Ottomotoren. Ein Öl mit der Angabe „ACEA A3/B4“ etwa ist für Benzin- (A) und Dieselmotoren (B) geeignet. Die Zahl hinter dem Buchstaben differenziert die Leistungsunterschiede bei den Ölen – innerhalb einer Motorklasse. So ist ein Öl mit der Kennzeichnung A3/B4 leistungsfähiger als eins mit der Angabe A1/B1. Der ADAC hat die verschiedenen Bezeichnungen und Klassifikationen auf einem Merkblatt zusammengefasst.

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