Herren-Sicherheitsschuhe – so werden sie klassifiziert

Herren-Sicherheitsschuhe – so werden sie klassifiziert

Mit Sicherheitsschuhen schützt man seine Füße bei der Arbeit oder bei Heimwerkertätigkeiten vor Verletzungen. Ob mechanische Einwirkungen, Säure oder Hitze – in vielen Berufen ist das Tragen von Sicherheitsschuhen einer bestimmten Klassifizierung zwingend vorgeschrieben. Die unterschiedlichen Anforderungen richten sich dabei nach dem Grad der Gefährdung.

sicherheitsschuhe 1Sechs verschiedene Sicherheitsstufen

Die üblichen sechs Sicherheitsstufen umfassen die Klassifizierungen S1, S1P, S2, S3, S4 und S5. Dazu kann der Arbeitgeber berufsbedingte Zusatzanforderungen der Sicherheitsschuhe verlangen.

Bei der Sicherheitsklasse S1 verfügt der Schuh über eine verstärkte Zehenkappe und einen geschlossenen Fersenbereich. Dieser Schuh schützt vor mechanischen Gefahren und ist zusätzlich antistatisch. Die Klasse S1P bietet zusätzlich Durchtrittsicherheit. Sicherheitsschuhe der Klasse S1 sind leicht und bequem und wirken wie festere Turnschuhe.

  • Arbeitsschuhe der Sicherheitsklasse S2 haben eine Zehenkappe, einen geschlossenen Fersenbereich und sind wasserdicht. Die Sohle dieser Sicherheitsschuhe ist zudem öl- und rutschhemmend. Sicherheitsschuhe S2 sind perfekt für Arbeiten im feuchten Bereich.
  • Sicherheitsschuhe S3 haben Zehenkappe und geschlossenen Fersenbereich, sie sind zudem wasserfest und haben eine durchtrittsichere Sohle. Bei Arbeiten in feuchter Umgebung mit hoher Gefahr, auf spitze Gegenstände zu treten, sind sie die perfekte Wahl und sollten dauerhaft getragen werden.
  • Die höchsten Anforderungen an die Vorgaben erfüllen Sicherheitsschuhe der Klassifizierung S4 und S5, die alle Arten von Gummi- und Polymere-Materialien umfassen. Bei Arbeiten auf Baustellen sind sie unverzichtbar – neben Zehenschutzkappe und geschlossenem Fersenbereich weisen sie eine durchtrittsichere Sohle auf und sind wasserdicht (S5). So sind Ihre Füße in gefährlicher Umgebung bestens geschützt.

Andere Arten von Sicherheitsschuhen

Zusätzlich zu diesen sechs gängigen Klassifizierungen werden Sicherheitsschuhe auch nach ihrer Form unterschieden:

  • Bei hohen Temperaturen sind Sicherheitssandalen die beste Option. Sie besitzen ebenfalls eine Zehenkappe und an den Seiten zusätzlich Öffnungen zur besseren Luftzirkulation. Die Sohle ist öl- und säureresistent und zudem antistatisch. Hier wird der Fuß bei Arbeiten im Sommer oder in sehr heißen Räumen bestens geschützt, ohne wund zu werden.
  • Sicherheitshalbschuhe sind durchtrittsicher, wasserfest und antistatisch. Alle Sicherheitshalbschuhe sind EN 345 zertifiziert.
  • Sicherheitshochschuhe haben einen höheren Schaft und bieten Schutz und sicheren Tritt bei der täglichen Arbeit. Sie schützen vor mechanischen, elektrischen und chemischen Verletzungsmöglichkeiten und kommen auf dem Bau wie auch im Handwerk zum Einsatz.
  • Sicherheitsstiefel hingegen eignen sich bestens für den Einsatz in landwirtschaftlichen Betrieben.

Schäden und Verletzungen durch elektrische Entladung können durch das Tragen von ESD -Sicherheitsschuhen verhindert werden. Ihre spezielle Ausrüstung schützt nicht nur Ihre Füße, sondern auch teure Geräte, die durch einen plötzlichen Stromschlag zu Schaden kommen könnten.
Je nach Einsatzbereich muss der Sicherheitsschuh vielleicht weitere Anforderungen erfüllen.

Die Buchstaben auf dem Schuhkarton bedeuten folgendes:

  • P: Durchtrittsicherheit
  • C: Leitfähige Schuhe
  • A: Antistatische Schuhe
  • HI: Wärmeisolierung
  • CI: Kälteisolierung
  • E: Energieaufnahme im Fersenbereich
  • WRU: Wasserdurchtritt und Aufnahme des Schuhoberteils
  • HRO: Verhalten gegenüber Kontaktwärme
  • ORO: Kraftstoffbeständigkeit

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