Eiszeit – Tipps und Tricks für Autofahrer im Winter

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Eben noch brannte die Sonne vom Himmel herab, und auf einmal sind die ersten Schneeflocken gefallen. Der Winter ist da! Und mit ihm kommen gerade auf die Autofahrer besondere Herausforderungen zu. In diesem Jawoll-Ratgeber lesen Sie, wie Sie sicher und unfallfrei durch die eisige Jahreszeit kommen.

Das sind die wichtigsten Tipps!

Der Winter stellt besondere Anforderungen an den Fahrer. Grundsätzlich gilt: Autofahren bei Schnee und Eis erfordert besondere Umsicht. Am wichtigsten ist dabei eine angepasste Geschwindigkeit. Fahren Sie ruhig, kontrolliert und vorausschauend. Halten Sie Abstand und rechnen Sie auch mit unliebsamen Überraschungen: Andere Fahrzeuge können beispielsweise plötzlich ins Schleudern geraten. Sie müssen immer so fahren, dass Sie noch sicher bremsen können! Nachfolgend die wichtigsten Autofahrer-Tipps für den Winter.



  • Befreien Sie Ihre Scheiben immer vollständig von Eis und Schnee. Auch wenn es morgens mal wieder schnell gehen muss: Sind die Scheiben zugefroren, müssen diese gänzlich vom Eis befreit werden. Wer nur ein kleines Guckloch in die Eisschicht kratzt, riskiert ein Bußgeld und bei einem Unfall sogar seinen Versicherungsschutz. In der Nacht können  Sie die Frontscheibe Ihres Wagens mit einer Plane oder einem Stück Pappe gegen Frost und Eis schützen.
  • Fegen Sie sämtlichen Schnee von Autodach und Motorhaube. Während der Fahrt landet der Schnee sonst auf Front- oder Heckscheibe, was die Sicht erheblich beeinträchtigt. Nach hinten wegfliegende Schneebrocken gefährden zudem den nachfolgenden Verkehr. Reinigen Sie zudem Scheinwerfer, Rückleuchten und das Kennzeichen von Schnee und Schmutz.
  • Kontrollieren Sie, ob Kühlwasser und Scheibenwischanlage ausreichend Frostschutzmittel enthalten. Vorsicht: Beide Systeme benötigen unterschiedliche Mittel. Beachten Sie deshalb beim Nachfüllen genau die Herstellerangaben. Tauschen Sie außerdem schmierende Scheibenwischerblätter aus.
  • Schützen Sie die Schlösser am Auto vor dem Einfrieren – mit Graphitfett oder einem temperaturbeständigen Kriechöl. Reiben Sie die Gummidichtungen an Fenstern, Türen und am Kofferraumdeckel mit Pflegemittel ein, damit sie nicht am Metall festfrieren und reißen.
  • Überprüfen Sie Batterie und Elektrik – besonders die Scheinwerfer und Leuchten. Immer wieder machen Autobatterien im Winter schlapp.
  • Auch wenn die Straße vor Ihnen frei aussieht, kann Glatteis lauern! Besonders achtsam sollten Sie auf folgenden Streckenabschnitten sein:
    - Anstiege, Straßenkuppen und Brücken,
    - Wege, die durch Gebäude oder Bäume im Schatten liegen,
    - selten befahrene Straßen und Wege.
  • Achten Sie auf polierte Flächen vor Ihnen: Bei Schnee und Matsch vergrößert sich der Bremsweg auch mit vorschriftsmäßiger Winterbereifung. Besonders an viel befahrenen Kreuzungen bilden sich durch den Verkehr schnell spiegelglatte Eisflächen, die den Bremsweg noch einmal entscheidend verlängern. Besondere Probleme gibt es beim Abbiegen und beim Anfahren.
  • Auch mit Winterreifen kann Glatteis zur Gefahr werden. Apropos Anfahren:  Mit Winterreifen (wie Sie Reifen selber wechseln, lesen Sie hier) gibt es in der Ebene kaum Probleme. Anders sieht es an Hängen aus. Da kann schon das kleine Gässchen, in dem der Wagen parkt, zur Herausforderung werden. Reine Motorkraft und hohe Drehzahlen lassen höchstens die Räder durchdrehen, vielmehr gilt es, gefühlvoll anzufahren. Fahrzeuge mit Automatikgetriebe haben hier Vorteile.

  • Packen Sie vor längeren Fahrten feste Schuhe, warme Kleidung und Decken ein, damit Sie im Falle einer Panne gegen die Kälte geschützt sind. Außerdem sollten Sie immer folgende Gegenstände mitführen: gefüllten Reservekanister, Eiskratzer, Enteiser, Schaufel, Taschenlampe, Ladekabel, Ersatzglühbirnen (nicht für Fahrzeuge mit Xenon-Beleuchtung), Schneeketten.

Welche Rolle spielt der Antrieb?

Die verschiedenen Antriebskonzepte verhalten sich gerade im Winter sehr unterschiedlich:

Der Frontantrieb bietet beim Beschleunigen auch auf rutschiger Fahrbahn eine hohe Fahrstabilität. Schwächen zeigen Fahrzeuge mit Frontantrieb bei der Anfahrt an Steigungen, insbesondere im beladenen Zustand. Auch die Bremsstabilität in Kurven mit Gefälle lässt zu wünschen übrig.

Fahrzeuge mit Heckantrieb lassen sich an Steigungen auch in beladenem Zustand gut anfahren. Der Heckantrieb bietet zudem eine bessere Traktion, wenn Sie Anhänger oder Wohnwagen ziehen. Zu den Schwächen des Heckantriebs zählt, dass die Hinterräder beim Gas geben auf glatter Fahrbahn schneller „ausbrechen“. Ein paar schwere Sandsäcke im Kofferraum sorgen bei Schnee und Eis für mehr Stabilität. Geben Sie trotzdem in Kurven und beim Abbiegen nur wenig Gas.

Bei Schnee und Eis machen sich die Mehrkosten des Allradantriebs schnell bezahlt: Die Chance, dass eines der vier angetriebenen Räder auf einem glatten Untergrund doch auf eine griffige Stelle trifft, ist eben höher als bei den anderen Antriebsarten. Auf glatten Wegen laufen Allradler deutlich ruhiger, und Steigungen können leichter genommen werden.

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