Dübeltechnik für verschiedene Materialien – so hält alles niet- und nagelfest

Dübel, es gibtt sie un schier unzähligen Varianten. Sie geben Halt und Sicherheit und sorgen dafür, dass zusammenkommt, was zusammengehört. Dübel haben sich seit ihrer Erfindung (der erste industriell hergestellte Dübel wurde 1911 beim Patentamt in London angemeldet) zu echten Alleskönnern gemausert. Das Prinzip bei den häufig verwendeten Spreizdübeln aus Kunststoff: Sobald man eine Schraube in den Dübel dreht, verformt sich das Dübelmaterial, es spreizt sich stark nach außen, füllt somit das Bohrloch in der Wand aus und verhindert, dass die Schraube wieder herausgezogen werden kann.

Dübel für verschiedene Werkstoffe

Auch wenn die Kleinen enorm vielseitig und stark sind: Der Handwerker sollte wissen, welcher Dübel bei welchem Werkstoff gesetzt werden muss – sonst hält der stärkste Dübel nicht.

Verschiedene Dübel für verschiedene Anforderungen. Am häufigsten kommen Kunststoffdübel zum Einsatz, die zusammen mit Holzschrauben Gegenstände wie Spiegel, Regale und Flachbildfernseher an der Wand fixieren. Bei Gipskartonplatten, die oft für Trockenbauwände und Deckenverkleidungen verwendet werden, sind die normalen Dübel aber nicht geeignet. Hier sollte man zu Gipskartondübel greifen: Hülsen, die sich mit einem scharfen Gewinde in den Karton fressen und sich dort verankern. Auch Dämmstoffdübel arbeiten mit ähnlichem Prinzip: Da Dämmstoff weich ist, die Platten jedoch eine stattliche Tiefe aufweisen, kann der Dübel die mangelnde Festigkeit des Materials mit seiner Länge kompensieren und frisst sich – wie auch der Gipskartondübel – mit einem Gewinde in das Material.

Kippdübel werden gebraucht, wenn etwas – zum Beispiel eine Lampe – an sehr dünnen Decken mit Hohlraum befestigt werden muss. Die Funktionsweise des Dübels: Eine Feder spreizt zwei Klappflügel aus Metall seitlich auf, wenn man den zusammengefalteten Dübel durch ein Loch geschoben hat. Die Flügel halten den Dübel an Ort und Stelle und verhindern, dass das Gewicht der Lampe das Konstrukt aus der Decke zieht.

Je länger, desto stabiler

Für die Wahl des richtigen Dübels zählt nicht nur das Material, in das er gesetzt werden soll, sondern auch die Last, die er einmal tragen muss. Faustregel: Je länger der Dübel, desto mehr Gewicht kann er halten. Ein kleiner Bilderrahmen wird sicherlich von einem herkömmlichen Spreizdübel gehalten, ein großes Wandregal jedoch sollte besser mit Langschaftdübeln befestigt werden.

Und: Wenn das Bohrloch nicht exakt gebohrt wurde, gibt’s Probleme. Es muss etwa einen Zentimeter länger als der Dübel sein und auch den gleichen Durchmesser aufweisen. Ausnahme: Bei porösen Altbauwänden wird zuerst mit einem kleineren Bohrer gestartet und anschließend mit stärkeren Bohrern nachgearbeitet, bis die korrekte Größe für den Dübel erreicht wird.

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