Batterie tot? So geben Sie richtig Starthilfe

Batterie tot? So geben Sie richtig Starthilfe

Irgendwann erwischt es jede Autobatterie: Statt eines kraftvollen Aufheulens des Motors ertönt ein lahmes Gejaule. Gerade im Winter verliert eine Batterie an Kraft, aber auch in den wärmeren Monaten kann der Energiespeicher seinen Geist aufgeben. Mit einem Starthilfekabel und einem freundlichen zweiten Autofahrer haben Sie das Problem allerdings schnell gelöst!

Als erstes schalten Sie alle unnützen Stromfresser aus. Ohne Beleuchtung, Radio und Gebläse können Sie erneut den Anlasser betätigen. Springt der Wagen wieder nicht an, brechen Sie den Versuch nach zehn Sekunden wieder ab – langes Herumorgeln schwächt die Batterie nur noch weiter. Nach einer halben Minute kann dann ein neuer Startversuch erfolgen. Wenn der Motor immer noch nicht anspringt, hilft nur das Überbrücken. Dabei müssen Sie unbedingt darauf achten, dass beide miteinander verbundenen Batterien die gleiche Spannung aufweisen – bei Autobatterien sind das in den allermeisten Fällen zwölf Volt.

starthilfe1Batterie überbrücken – Schritt für Schritt

Führen Sie nun die folgenden Schritte durch:

  1. Vor dem Überbrückungsstart beide Wagen nebeneinander oder gegenüber voneinander parken. Dabei dürfen sich die Karosserien nicht berühren. Bei beiden Wagen Motor abstellen, Gang heraus nehmen und Handbremse anziehen. Alle elektrischen Verbraucher (Licht, Radio, Heizung etc.) des liegengebliebenen Empfängerwagens abschalten.
  2. Mit dem roten Starthilfekabel die Pluspole (zu erkennen am +-Zeichen und einer roten Schutzabdeckung) der beiden Batterien verbinden.
  3. Die schwarze Klemmzange am Ende des schwarzen Kabels am Minuspol der Spenderbatterie befestigen.4. Das freie Ende des schwarzen Kabels mit einem Massepunkt des Pannenautos verbinden (wie ein Metallteil im Motorraum oder der Motorblock selbst). Wichtig: Das Kabelende darf nicht direkt am Minuspol der Empfängerbatterie angeschlossen werden – das kann einen Funkenschlag mitsamt explosiven Gasen auslösen. Ebenfalls darauf achten, dass das Starthilfekabel nicht an den Ventilator, den Keil- oder Zahnriemen kommt, da diese sonst beim Start beschädigt werden können.
  4. Den Motor des Spenderfahrzeugs starten.
  5. Danach das Pannenfahrzeug starten und den Motor laufen lassen.
  6. Vor dem Abklemmen des Minuskabels am liegengebliebenen Fahrzeug einen großen Stromverbraucher (zum Beispiel heizbare Heckscheibe oder Scheinwerfer) einschalten. So werden Spannungsspitzen in der Bordelektrik vermieden.
  7. Starterkabel in umgekehrter Reihenfolge des Anschließens wieder vollständig abklemmen (erst schwarz/minus, dann rot/plus). Nach dem erfolgreichen Startversuch eine möglichst lange Stecke fahren, da sich der Akku so am besten wieder auflädt.

starthilfe2Wiederholt sich die Panne innerhalb einer kurzen Zeitspanne, ist dies ein deutlicher Hinweis auf eine dauerhafte Beschädigung der Autobatterie. Lassen Sie In diesem Fall das Fahrzeug in einer Werkstatt durchchecken.
 

 
 
 

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